Australier können ihre Stimme nun einer Sex-Partei geben. Ihre Parteivorsitzende: eine frühere Prostituierte. Ihr erstes Projekt: ein Gesetz gegen pornografische Webseiten verhindern.

Der Verband der Sex-Industrie in Australien hat eine eigene Partei gegründet. Die Gründung wurde auf einer großen Erotik-Messe in Melbourne gefeiert. Die Sex-Partei will gegen wachsenden Konservativismus und moralische Bevormundung kämpfen. So wolle man sich unter anderem für preiswertere Potenzpillen und den Schutz von Porno-Darstellern vor staatlicher Zensur im Internet einsetzen, sagten die Partei-Gründer.

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Als erstes werde die Partei gegen ein geplantes Gesetz zur Blockierung pornografischer Internetseiten vorgehen, kündigte die Parteivorsitzende, die frühere Prostituierte Fiona Patten, an. Australien drohe, zunehmend zu einem "Gouvernanten-Staat" zu werden, in dem Politiker nicht über Sex reden könnten, ohne zu kichern oder etwas Negatives zu sagen, beklagte Gründungsmitglied Fiona Patten bei einem Auftritt zwischen Strip-Tänzerinnen auf der Melbourner "Sexpo"-Ausstellung.

Die Sex-Partei will vor allem gegen Regierungs-Pläne für einen nationalen Internet-Filter vorgehen, der bis zu 10.000 Porno-Websites blockieren soll und laut Patten bis zu 16.000 Jobs in der Sex-Industrie kosten könnte. Dafür bewirbt sie sich um Abgeordnetenmandate auf nationaler und Bundesstaat-Ebene. Bisher schrieben sich 500 Mitglieder ein.

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