Das Epizentrum des Bebens lag in der Nähe der Inselnation Tonga. Doch hier kam die internationale Tsunami-Warnung nie an.
Das teilte der Leiter des Katastrophenschutzamtes Tongas, Mali'u Takai, telefonisch der Nachrichtenagentur AP mit. Die Panne löste Zweifel an der Wirksamkeit des bestehenden Warnsystems aus.
Auf dem Monitor des Geodynamischen Observatoriums Moxa des Instituts für Geowissenschaften der Universität Jena ist das Seismogramm eines Seebebens im Indischen Ozean vor Sumatra zu sehen. (© Foto: dpa)
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Die Warnung wurde nach dem Beben der Stärke 7,8 vom amerikanischen Tsunami-Warnzentrum auf Hawaii für 23 Pazifik-Nationen ausgegeben und bald darauf aufgehoben. Das Beben richtete entgegen erster Befürchtungen keine größeren Schäden an und löste auch keine Riesenwelle aus.
In Tonga, in dessen Nähe das Epizentrum lag, wurde nach Angaben von Takai nur die Entwarnung empfangen. "Niemand hat eine Warnung über das Notfall-Satellitensystem in unserem Wetteramt erhalten", sagte er. "Angesichts des Epizentrums wären wir ohne jede Warnung (von einem Tsunami) erwischt worden, weil das System nicht funktioniert hat", fügte er hinzu.
Nur Hauptinsel der Fidschis gewarnt
Ein Polizeisprecher der Fidschi-Inseln teilte mit, die Tsunami-Warnung habe dort nur die Hauptinsel, nicht aber die Bewohner anderen 110 bewohnten Inseln des Staates erreicht. Es sei schwierig, die Einwohner aller Inseln zu warnen. Außerhalb der Hauptinsel seien lediglich die Polizeiwachen in Alarmbereitschaft versetzt worden.
Das Beben ereignete sich den US-Angaben zufolge um 17.27 Uhr (MESZ) 155 Kilometer südlich von Neiafu (Tonga). Es hatte sein Zentrum in 16 Kilometern Tiefe.
Am 26. Dezember 2004 hatte ein Seebeben der Stärke 9,1 im Indischen Ozean einen verheerende Tsunami ausgelöst. Die Flutwelle kostete mindestens 216.000 Menschen das Leben, mehr als 131.000 allein in der indonesischen Provinz Aceh auf Sumatra.
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(AP)
Studie von UN-Kinderhilfswerk