Erst Thüringen, dann Baden-Württemberg: Eine Reihe misteriöser Anrufe hat in verschiedenen Schulen Panik ausgelöst. Nun traf es eine Schule in Althengstett.

Gerade einen Tag ist es her, dass ein Amok-Alarm in einer Pforzheimer Schule Panik ausgelöst hatte. Nun wurde auch in Althengstett (Baden-Württemberg) eine Schule geräumt. Wie die Polizei mitteilte, rief um kurz vor 9.00 Uhr eine Frau im Sekretariat der Realschule an und forderte, die Schule sofort zu räumen.

Althengstett

Polizeibeamte stehen vor dem geräumten Schulzentrum. Kurz zuvor hatte eine Frau im Sekretariat der Realschule angerufen. (© Foto: dpa)

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Die Schulleitung ließ daraufhin das Gebäude evakuieren. Rund 1000 Schüler des Grund-, Haupt- und Realschule umfassenden Zentrums wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht. Die Polizei durchsuchte am Vormittag rund zwei Stunden die Schule mit Sprengstoffhunden, konnte aber nichts Verdächtiges finden. Der Unterricht soll am Freitag wieder aufgenommen werden.

Ob der Anruf ernst gemeint war oder ob es sich um einen sogenannten Trittbrettfahrer handelte, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. "Alle Möglichkeiten sind offen", sagte ein Sprecher. Wird die Anruferin ausfindig gemacht, muss sie mit einer hohen Geldstrafe wegen des Einsatzes rechnen, so die Polizei.

Nach der Androhung eines Amoklaufs war bereits am Mittwoch eine Berufsschule in Pforzheim evakuiert worden. Betroffen waren dort rund 400 Schüler und Lehrer. Auch in Pforzheim wurde nichts Auffallendes gefunden.

In Erfurt war am Mittwoch ebenfalls eine Schule nach einer Drohung durchsucht worden; gefunden wurde nichts. In der thüringischen Stadt waren bei einem Schulmassaker im April vor sechs Jahren 16 Menschen, vor allem Lehrer und Schüler, von einem ehemaligen Schüler getötet worden.

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(dpa/vs)