Seaworld Spion eingeschleust

Der Betreiber des Vergnügungsparks Seaworld hat zugegeben, mehrere Mitarbeiter bei Tierschutzorganisationen wie Peta eingeschleust zu haben.

Orlando - Der Betreiber des Vergnügungsparks Seaworld hat zugegeben, Mitarbeiter bei Tierschutzorganisationen eingeschleust zu haben. Wie der US-Sender CNN berichtete, hat sich etwa im Jahr 2011 ein neuer Kollege bei Peta vorgestellt. Er nannte sich Thomas Jones, und er präsentierte sich als ausgemachter Gegner der Seaworld-Shows mit den Meerestieren. Mehr noch: Jones habe "direkte Aktionen", "ein bisschen mehr Aggressivität" gefordert und seine Kollegen aufgerufen, Seaworld niederzubrennen. Dann flog er auf, und Seaworld musste zugeben: Jones war kein besonders militanter Tierschützer, sondern ein Maulwurf, der die Peta-Mitglieder zu Straftaten verleiten und die Organisation so schwächen sollte. Seaworld-Chef Joel Manby versprach am Donnerstag im Firmen-Blog, auf solche Methoden künftig zu verzichten. Er sagte allerdings nicht, wer in seinem Unternehmen die Unterwanderung genehmigt hatte. Der besagte Mitarbeiter ist laut Manby inzwischen wieder bei Seaworld tätig - nur in einer anderen Abteilung. Bei Peta zeigte man sich entrüstet: "Wir haben sie bei ihren dreckigen Tricks erwischt", sagte eine Sprecherin. Seaworld wollte offenbar illegale Aktivitäten provozieren. Seaworld betreibt mehrere Themenparks in den USA - unter anderem in Orlando und in San Diego. Besonders für die Shows mit Orka-Walen steht das Unternehmen seit Jahren in der Kritik. Neben dem Image-Schaden musste Seaworld auch wirtschaftliche Verluste hinnehmen. Immer weniger Besucher kommen zu den Orka-Shows.