Schweden Hipster für IS-Terroristen gehalten

Als wäre es nicht genug, dass sie als Großstadt-Holzfäller verlacht werden: In Schweden werden Hipster jetzt als Terroristen verdächtigt. Okay, sie hatten auch eine schwarze Flagge dabei.

Männer mit struppigen Bärten und einer schwarzen Flagge, die sich vor einer Kamera in Pose werfen: Das kann doch nur eine Zusammenkunft von Terroristen des Islamischen Staats (IS) sein. Oder? Oder das Klubtreffen schwedischer Hipster. In Südschweden versammelte sich eine Gruppe bärtiger Männer vor einer Burg, um ein Erinnerungsfoto zu schießen. Ein Autofahrer sah die Jungs und dachte, es handele sich um IS-Terroristen.

Prompt statteten zwei Polizisten den Bartträgern einen Besuch ab und lachten sich schlapp. Klubmitglied Andreas Fransson räumte ein, dass ihre Klubflagge - zwei gekreuzte Säbel auf schwarzem Grund - schon sehr nach Miliz aussehe.

Auch der Name des Klubs klingt nicht gerade nach Kinder-Charity: "Die bärtigen Schurken" heißt die Dachorganisation aus den USA, der der schwedische Klub angehört. "Die Flagge wird von Klub zu Klub auf der ganzen Welt weitergegeben und wir machen Fotos damit, um unsere Zugehörigkeit zu zeigen", sagte Fransson.

Ideologisch könnten "Die bärtigen Schurken" nicht weiter entfernt sein von der Terrormiliz IS: Sie setzen sich für den Kampf gegen Ungerechtigkeit, Homophobie, Rassismus und Unterdrückung ein.