Nach Informationen der New York Times untersucht die Bundespolizei FBI Blogeinträge im Internet, die möglicherweise vom Täter stammen. Darin debattiert ein Mann, der sich "Nidal Hasan" nennt, über Selbstmordanschläge und findet dafür positive Argumente. So vergleicht er in einem Eintrag das Heldentum eines Soldaten, der sich auf eine Granate wirft, um seine Kameraden zu schützen mit einem Selbstmordattentäter, der sich für seine muslimischen Glaubensbrüder opfere. Laut Washington Post steht der Schütze deshalb seit sechs Monaten im Visier der Ermittler. Er sei aber nicht klar als Verfasser der Blogeinträge identifiziert.
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Erste Videos gezeigt
Der US-Nachrichtensender CNN hat am Freitag erste Videobilder des Todesschützen von Fort Hood ausgestrahlt, die ihn wenige Stunden vor der Tat zeigen. Auf den Bildern einer Überwachungskamera in einem kleinen 7-Eleven-Laden trägt er die traditionelle, weiße Tracht gläubiger Muslime.
Nach Angaben des Ladenbesitzers kauft Hasan dort jeden Morgen Kaffee und etwas zu essen. Auch am Morgen der Tat habe er, wie auf den Bildern zu sehen sei, vollkommen normal gewirkt.
Unklarheit besteht über die Herkunft: Nach unterschiedlichen Medienberichten wurde er in Jordanien beziehungsweise Ostjerusalem geboren. Die Washington Post berichtete dagegen, er sei in Arlington bei Washington geboren.
Der Imam einer Moschee in Silver Spring, Maryland, berichtete, er habe oft mit Hasan über seinen Wunsch gesprochen, eine Frau zu finden. In einem Partnervermittlungsprogramm der Moschee habe er sich als Palästinenser bezeichnet, sagte Imam Faizal Khan weiter. "Ich weiß nicht warum", fügte Khan hinzu. "Er wurde in Virginia geboren." Der Mann habe keine radikale Tendenzen gezeigt und selten über Politik geredet. Hasans Cousin Nadar erklärte, die Familie sei "schockiert und traurig".
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(sueddeutsche.de/dpa/Reuters/AFP/grc/mati)
Bundespräsident Gauck in Jerusalem
................. sind "auch nur" Menschen - wie auch Moslems! Ich bin weiterhin der Meinung, dass diese schreckliche Tat auf eine starke psychische Erkrankung zurückzuführen ist, aber nicht auf die Tatsache, dass der Täter Moslem ist. Es kann auch einem Christen passieren, dass der sog. Tropfen kommt, der das Fass zum Überlaufen bringt. Ich sehe es schon weiterhin so, dass hier sehr stark differenziert werden muss, wobei niemand der Foristen beurteilen oder bewerten kann, was sich nun wirklich im Innern dieses Offiziers abspielt(e).
Es ist meist so, dass diejenigen, die sich z.B. den Beruf des Psychiaters und/oder Psychotherapeuten aussuchen, auch für sich nach Erklärungen suchen oder aber selbst psychische Probleme hatten/haben, was allerdings wiederum dazu führt, dass sie ein größeres Verständnis für psychisch Kranke haben. Wer niemals auch nur ansatzweise eine Depression kannte, kann kaum nachvollziehen, was in einem Patienten vor sich geht, dem jeglicher Antrieb verlustig ging und der überhaupt nicht mit sich und der Umwelt zurechtkommt. Dann wird leicht behauptet, dass jemand spinnt oder z.B. einfach faul ist. Depressionen können auch voll in Richtung Psychose gehen, und das Probelm bei psychischen Erkrankungen ist, dass sie nicht von selbst stagnieren, sondern progredient sind, d.h., es sollte immer professionelle Hilfe gesucht werden, wobei es auch da möglicherweise nicht zur Gesundung kommt, aber vielleicht zur Stagnation.
Wichtig bei Psychiatern wie auch bei Psychotherapeuten ist die sog. Supervision. Wenn sie so arrogant sind und glauben, dass sie sie nicht nötig haben, weil sie sich nicht mit einem Patienten verstricken und/oder verknoten, dann kann dem Patienten, aber auch dem Psychiater geschadet werden.
Eine heikle Geschichte, bei der es fraglich ist, inwieweit der Therapeut nicht selbst krank wird, und ob der Patient überhaupt den Weg der Gesundung gehen kann.
Hier geht wieder nichts mit Pauschalisierungen - da auch jeder Krankheitsverlauf bei seelischen Störungen verschieden ist und jede Erkrankung völlig verschiedene Symptomatiken haben kann. Diese Erkrankungen sollten aber niemals stigmatisiert werden!
Seit wann sind denn Psychiater sich in "Gewalt Einübende" ?
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Zu Ihrem Post "naive Vorgesetzte - bedenkliche Biographie": Ich stimme Ihnen dann zu, wenn z.B. die erwähnten beruflichen Auffälligkeiten des Täters nicht verfolgt wurden. Ich stimme Ihnen auf keinen Fall zu, wenn Sie mit bedenklicher Biographie die Religion dieses
Täters meinen. Oder seine Abstammung - abgesehen davon, dass das US Militär just dies niemals als Massstab nähme, setzte man sich in den USA gründlicher Prozesslawinen aus, Stichwort Diskriminierung.
Aus diesem Absatz Ihres Beitrags leitete ich meine Folgerungen ab:
"In dem Fall des Psychiaters liegt der Schwerpunkt die Gemengelage ein wenig anders. Leute, die z.B. berufsmäßig Gewalt einüben, üben gleichzeitig ihre Hemmschwellen im Angesicht eines Gegners zu überwinden. Das kann in argen rein persönlichen Konfliktsituationen dazu führen, dass 'eigentlich' normale Menschen plötzlich zu Feinden werden, denen man dann das antut, was man zu tun gegenüber Feinden gelernt hat. "
Anstatt sich süffisant über mich auszulassen, sollten Sie sich klarer ausdrücken. Ich versuchte nur, einen Sinn hinter Ihren Worten zu finden, denn de facto sagen Sie, daß im "Fall des Psychiaters" (i.e. des Attentäters) der Fall vorliegt, wo Menschen "berufsmäßig Gewalt einüben". Ich folgerte daraus, daß Sie meinten, die Einübung von Gewalt geschehe im Falle des Psychiaters durchs Zuhören. Oder wie meinten Sie das?
Manchmal lohnt es sich eben doch in die Online-BILD-Zeitung zu schauen. Da findet man dann noch das eine oder andere Histörchen, dass sogenannte seriöse Blätter dann am nächsten Tag erst in die Zeitung stellen.
Paging