Schneesturm Daisy Katastrophenschutz empfiehlt Hamsterkäufe

Das Tief Daisy bringt das Winterchaos nach Deutschland. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt Lebensmittel zu horten.

Jetzt geht der Winter erst richtig los: Das Tief Daisy ist in Deutschland angekommen und bringt massenweise Schnee und eisige Windböen zu uns. Am Wochendende soll das Tiefdruckgebiet mancherorts bis zu 20 Zentimeter Neuschnee bringen.

In Süddeutschland gab es bereits am Morgen jede Menge Schnee. Weil der Wind noch recht mäßig wehte, kam es aber zunächst kaum zu Problemen. Das Tief zog anschließend weiter nach Nordwesten. Höhepunkt des windigen und schneereichen Wetters wird der Samstag, an dem sich Daisy in weiten Teilen Deutschlands austoben dürfte. Vor allem in den Hochlagen der Mittelgebirge soll der Wind stark auffrischen und für hohe Verwehungen sorgen.

Vorbereitungen auf extremes Wetter

Winterdienste, Polizei und Feuerwehren bereiteten sich auf chaotische Verkehrsverhältnisse vor. "Ich rechne mit erheblichen Behinderungen, sowohl auf der Straße als auch beim Bahn- und Flugverkehr", sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Bundesweit stellen sich die Autobahnmeistereien auf ein hartes Wochenende im Dauereinsatz ein. So sind etwa in Nordrhein-Westfalen alle 700 Räum- und Streufahrzeuge startklar und alle 2.100 Mitarbeiter in Bereitschaft.

Auch die Flughäfen rüsten sich für ein Wochenende mit Schnee und Eis. Auf Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt sollen 300 speziell geschulte Mitarbeiter rund um die Uhr im Drei-Schichten-Betrieb im Einsatz sein. "Wir unternehmen alles, um die Bahnen und das Rollfeld freizuhalten", sagte Flughafen-Sprecher Jürgen Harrer. Man müsse nun sehen, in welchem Ausmaß die extreme Wetterlage den Flughafen treffen werde.

Im Video: Das kommende Winterwochenende wird für Autofahrer zur Herausforderung. Der ADAC gibt hilfreiche Tipps. Weitere Videos finden Sie hier

Bürger sollen hamstern

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät den Bürgern, sich für mehrere Tage mit Lebensmitteln einzudecken. Ausreichend Trinkwasser, ein Medikamentenvorrat und Kerzen sollten im Haus sein, riet der Präsident des Bundesamtes, Christoph Unter. Zudem solle man für die Möglichkeit eines Stromausfalls auch ein batteriebetriebenes Radio bereithalten.

Autofahrer müssen nach Auskunft des Bundesamts mit Staus rechnen. Die Reisenden sollten daher warmen Tee und Decken einpacken. Trotz der angeratenen Vorsichtsmaßnahmen warnten Meteorologen vor unnötiger Panik: "Es wird keine Katastrophe", sagte DWD-Experte Martin Jonas.

Zum Sonntag hin soll der eisige Wind nachlassen und für geeignetes Rodelwetter sorgen. Ein Ende der frostigen Temperaturen ist zumindest bis zur Monatsmitte nicht zu erwarten.