Als es zu schneien aufhörte, dachten die Bewohner in den bayrischen Katastrophengebieten, sie hätten das Schlimmste hinter sich. Doch der Deutsche Wetterdienst warnt vor Tauwetter und Regen.

Von der Überflutung kleiner Bäche und Flüsse seien vor allem der Bayerische Wald, das Erzgebirge, der Thüringer Wald und der Schwarzwald betroffen. "Die Wetterlage wird sich in den kommenden Tagen komplett umstellen", sagte Meteorologe Norbert Bonanati. Statt kalter Luft aus dem Osten werde jetzt ein Atlantiktief mit Regen und milden Temperaturen wetterbestimmend. "Bei dem Übergang von Schnee- zu Regenfällen können wir am Mittwoch zunächst mit Frost und Straßenglätte rechnen", sagte Bonanati. Dann jedoch bringe die warme Luft den Schnee zum Schmelzen.

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Die Klimaveränderung beginne im Westen Deutschlands und breite sich immer weiter nach Osten aus. "Ich schätze, dass etliche Regionen rund um das Mittelgebirge vom Hochwasser betroffen sein werden." Im vom Schneechaos geplagten Bayern soll das Tauwetter am Donnerstag einsetzen.

In Passau-Fürstenzell wurde am Samstag nach Angaben des DWD mit einer Schneehöhe von 62 Zentimetern der bisherige Rekord aus dem Jahr 1958 überschritten. Seit dem 18. November vergangenen Jahres liegt dort eine geschlossene Schneedecke.

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(dpa)