Schlankheitswahn Die Skelett-Schwestern

Abmagern für Jeans der Größe zero - wer in Hollywood hip sein will, braucht Beine wie Mikados und offenbar nichts zu essen.

Von Tanja Rest

Es war einmal... das California Girl. Es hatte lange Beine, runde Hüften, große Brüste und einen Hintern, der in der 501 von Levi's gut rüberkam. Das California Girl der Achtzigerjahre sah aus wie Bo Derek oder Pamela Anderson, 90 - 60 - 90 waren seine Glückszahlen. Heute sieht es aus wie Nicole Richie. Was nicht unbedingt eine Verbesserung ist.

Nicole Richie ist die Adoptivtochter des Sängers Lionel Richie. In der Doku-Soap "The Simple Life" fiel sie vor allem dadurch auf, dass sie im Unterschied zu Paris Hilton ein paar Gramm zu viel auf den Hüften hatte. Das war im Dezember 2003.

18 Monate später wog sie 30 Kilo weniger, füllte dafür aber mehr Platz in den Klatschspalten. Hinzu gesellte sich die ähnlich magere Schauspielerin Lindsay Lohan - "The Skeleton Sisters", Skelett-Schwestern, schrieb die Presse.

Vor einigen Tagen druckten die internationalen Hochglanzblätter genüsslich ein Bikini-Bild: Ärmchen und Beine wie Mikado-Stäbe, ein Brustkorb wie ein Vogelkäfig und große, hungrige Augen in einem alten Gesicht. Es ist nicht mehr viel übrig von Nicole Richie, 24, und damit hat sie den Rang einer Stilikone schon mal sicher.

Kaum Hintern, kaum Busen

Der skelettierte Körper ist an der amerikanischen Westküste und insbesondere in Hollywood das Accessoire der Saison. Kommentatoren sprechen von "red carpet anorexia", Roter-Teppich-Magersucht.

Besonders eindrucksvoll hat diesen Look vor einigen Wochen auch die Britin Keira Knightley zur Schau gestellt: Zur Premiere von "Fluch der Karibik 2" erschien sie in einem goldenen, hüfttief ausgeschnittenen Gucci-Kleid, und durch den Schlitz sah man - fast nichts.