Schlachterei Großbrand bei Wiesenhof verursacht Schaden in zweistelliger Millionenhöhe

  • Der Großbrand in einer Geflügel-Schlachterei der Firma Wiesenhof ist weitgehend gelöscht, die Ursache nach wie vor unklar.
  • Es wird mit einem Schaden im zweistelligen Millionenbereich gerechnet.

Durch den Großbrand in einer Schlachterei des Geflügelfleisch-Unternehmens Wiesenhof im niedersächsischen Lohne ist nach Angaben der Polizei ein Sachschaden in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags entstanden. Wie die Beamten in Cloppenburg mitteilten, waren am Dienstagmorgen noch etwa 60 Feuerwehrleute damit beschäftigt, kleinere Brandnester auf dem Firmengelände zu löschen.

Der Schlachtbetrieb für Hähnchen ist vorerst nicht mehr möglich. "Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass die Schlachtung in den nächsten Wochen nicht wieder aufgenommen werden kann", sagte eine Firmensprecherin. Die Tiere würden sofort zu anderen Standorten umgeleitet. Täglich wurden in Lohne bis zu 370 000 Hähnchen geschlachtet.

Bilder vom Großbrand bei Wiesenhof

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Die Ursache des Feuers ist weiter unklar. Die Brandermittler könnten vermutlich erst im Verlauf des Tages mit ersten Ermittlungen vor Ort beginnen, erklärte die Polizei. Die etwa 1600 Mitarbeiter sollen am Nachmittag auf einer Betriebsversammlung über den Stand informiert werden.

470 Feuerwehrleute, Polizisten und Rettungsdienstmitarbeiter im Einsatz

Der Brand in der Großschlachterei war am Ostermontag in einem der Gebäude ausgebrochen und hatte sich auf weitere Gebäude auf dem Areal ausgebreitet. An dem Tag wurde nicht produziert. Die wenigen Mitarbeiter im Betrieb sind rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden.

470 Feuerwehrleute, Polizisten und Rettungsdienstmitarbeiter waren im Einsatz. Ein Feuerwehrmann sowie ein Mitarbeiter einer Fremdfirma wurden leicht verletzt.

Wiesenhof hat sich auf die Erzeugung von Geflügelfleisch-Produkten in großem Maßstab spezialisiert. Die Firma betreibt in Deutschland nach eigenen Angaben unter anderem zehn Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe, dazu kommen mehrere Brütereien und andere Standorte.