Schiffsunglück Video zeigt Wrack von gesunkenem Frachter "El Faro"

Videoaufnahmen zeigen Wrack der "El Faro"

Bilder aus mehr als 4500 Metern Tiefe zeigen den gesunkenen Frachter "El Faro". mehr...

Das Containerschiff ist vergangenen Oktober in einen Hurrikan geraten. 33 Seeleute kamen ums Leben. Die Aufnahmen könnten Aufschluss über die Ursache des Unglücks geben.

Im vergangenen Oktober ist das Frachtschiff El Faro auf dem Weg von Florida nach Puerto Rico in einen Sturm geraten und gesunken - Hurrikan Joaquín kostete alle 33 Besatzungsmitglieder das Leben. Anfang November machte die US-Marine das Wrack ausfindig.

Jetzt könnten Videoaufnahmen und Fotos aus etwa 4600 Metern Tiefe klären, wie es zu dem Unglück kam. Einen Materialschaden schließen die Ermittler inzwischen aus. Veröffentlicht wurde das Material von der Nationalen Behörde für Transportsicherheit der USA.

Angehörige klagen

Die Angehörigen der Besatzungsmitglieder fordern eine genaue Aufklärung des Unglücks, einige haben Klagen eingereicht. Der Frachter war Medienberichten zufolge möglicherweise nicht seetauglich, als er nach Puerto Rico startete. Die verantwortliche Reederei "Tote Maritime" bestreitet das.

Die El Faro sei bereits 40 Jahre alt gewesen, heißt es in einem TV-Beitrag des Senders CBS News - ein Alter, in dem Schiffe normalerweise ausrangiert werden müssten. Das Schiff sei außerdem in der Vergangenheit auseinandergesägt und um einige Meter verlängert worden. Der 240 Meter lange Frachter war zum Zeitpunkt des Unglücks mit Containern und Autos beladen. Er sank vor der Küste der Bahamas.

Wie Spiegel online und Bild berichten, erwägt die die Nationale Behörde für Transportsicherheit nach der Bergung des Wracks, eine weitere Suchaktion zu starten: Der Datenschreiber des Schiffes wurde noch nicht gefunden. Er könnte genaueren Aufschluss über den Hergang des Unglücks geben. Bisher seien im Wrack weder Leichen noch persönliche Gegenstände gefunden worden - außer einem einzelnen Stiefel.