Ungewöhnliches Rettungsboot: Insgesamt 25 Tage haben zwei Schiffbrüchige aus Birma auf dem offenen Meer überlebt - in der Kühlbox.
Die Besatzung eines australischen Hubschraubers hat nördlich von Cape York zwei birmanische Männer gerettet. Ihren Erzählungen zufolge trieben sie seit 25 Tagen in einer gewöhnlichen Kühlbox im Meer.
Bild vergrößern
Die Rettung naht: Die beiden Fischer winken von ihrer Kühlbox aus dem australischen Hubschrauber. (© Foto: Reuters)
Anzeige
Die etwa 30 Jahre alten Männer hatten Eiterbeulen an den Beinen, berichtete die Küstenwache. Sonst waren sie aber bei verhältnismäßig guter Gesundheit. "Als wir sie in den Hubschrauber hinaufgezogen hatten, trank jeder von ihnen in wenigen Sekunden zwei Liter Wasser", sagte der Pilot Terry Gadenne. "Wir haben sie direkt ins Krankenhaus geflogen."
Nach ihren Berichten waren die Geretteten am 23. Dezember mit einem thailändischen Fischkutter unterwegs, der bei hohem Wellengang kenterte. Über das Schicksal der 18 weiteren Besatzungsmitglieder des Kutters bestand Ungewissheit. Die australischen Behörden leiteten eine Untersuchung ein.
Die Einwanderungsbehörden erklärten, die Schiffbrüchigen trügen keine Papiere bei sich. Bei allem Verständnis für die "besonderen Umstände" ihrer Ankunft in Australien müsse ihre Identität aufgeklärt werden, sagte ein Sprecher.
"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
(AFP/hai/ihe)
Studie von UN-Kinderhilfswerk
Kühlboxen halten offenbar frisch. ;-)