Zum vierten Mal innerhalb einer Woche haben somalische Piraten ein Schiff entführt. Auf dem griechischen Frachter Filitsa sind 22 Menschen.
Somalische Piraten haben im Indischen Ozean einen griechischen Frachter mit 22 Besatzungsmitgliedern entführt. Wie das Seefahrerhilfsprogramm im kenianischen Mombasa mitteilte, war die unter der Flagge der Marschall-Inseln fahrende Filitsa auf dem Weg zum südafrikanischen Hafen Durban in Südafrika, als sie etwa 500 Seemeilen nördlich der Seychellen gekapert wurde.
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Somalische Piraten haben derzeit mehr als 200 Besatzungsmitglieder von zwölf Schiffen in ihrer Gewalt. (© Foto: dpa)
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Das Schiff war auf dem Weg zu dem südafrikanischen Hafen Durban, wendete nach der Entführung jedoch und fuhr nach Norden - vermutlich in Richtung Somalia. An Bord des Schiffes waren laut dem Anti-Piraten-Einsatz der Europäischen Union, Atalanta, drei Griechen und 19 Philippiner. Erst in der vergangenen Wochen hatten Piraten vor der Küste Tansanias einen griechischen Frachter mit 21 Seeleuten aus der Ukraine und den Philippinen in ihre Gewalt gebracht.
Piraten aus dem verarmten und weitgehend rechtslosen Staat am Horn von Afrika haben ihre Angriffe im Golf von Aden und im Indischen Ozean seit dem Ende des Monsuns im vergangenen Monat deutlich intensiviert. Allein in der vergangenen Woche entführten sie drei Schiffe. Damit haben sie derzeit zwölf Schiffe mit mehr als 200 Besatzungsmitgliedern in ihrer Gewalt. Die Verhandlungen mit den Reedern um ein Lösegeld ziehen sich oft wochen- oder monatelang hin.
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(sueddeutsche.de/AP/dpa/abis/woja)
Studie von UN-Kinderhilfswerk
Die tolle Marineaktion scheint ja super wirksam zu sein.