Nach fünf Monaten wollen Mitglieder einer russischen Weltuntergangssekte in ihr Dorf zurückkehren. Sie hatten sich zuvor in der Höhle verschanzt, um den "Weltuntergang" zu überleben.
Seit fünf Monaten haben sich Mitglieder einer russischen Weltuntergangssekte zusammen mit vier Kindern in einem Erdloch eingeschlossen. Ende April wollen sie einem Bericht der russischen Agentur Interfax zufolge vorzeitig in ihr Dorf im Wolga-Gebiet zurückkehren.
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Die selbstmordgefährdeten Anhänger der Sekte "Wahre russisch-orthodoxe Kirche" hätten bei Verhandlungen das orthodoxe Osterfest am 27. April als Termin für das Verlassen der Höhle genannt. Das teilte der Vizegouverneur des Gebietes Pensa, Oleg Melnitschenko, am Mittwoch mit. Die Behörden würden Vorbereitungen für die medizinische und psychologische Betreuung der 35 Menschen treffen.
Die Sektenmitglieder hatten gedroht, sich selbst zu verbrennen, sollte die Höhle gestürmt werden. In der vergangenen Woche feuerten sie Schüsse über eines der Lüftungsrohre ab, um die Polizei erneut zu warnen. Die Männer, Frauen und Kinder wollten ursprünglich - mit ausreichend Nahrung versorgt - von Anfang November bis Ende Mai in dem Erdloch ausharren, um dort "den Weltuntergang" zu überleben. Laut russischen Medienberichten ist die Höhle wegen des Tauwetters einsturzgefährdet.
Russische Sicherheitskräfte bewachen das Erdloch rund um die Uhr. Der Sektenanführer Pjotr Kusnezow wird sich laut Medienberichten wegen der Manipulation von leichtgläubigen Menschen vor Gericht verantworten müssen. Der 44 Jahre alte Familienvater war im November in die Psychiatrie eingewiesen worden. Er gilt nach Expertengutachten als nicht zurechnungsfähig. Die russisch-orthodoxe Kirche warnte angesichts dieses Falls vor der Ausbreitung "gefährlicher Sekten".
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(dpa/cag/gal)
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Naja, eigentlich machen sich die Russen da doch ganz vorbildlich, indem sie sich nicht selbst umbringen. Ein halbes Jahr in einem Erdloch zu wohnen stellt wohl noch keine nationale Gefahr dar.