Nach dem Brand in einem Nachtklub ist Todeszahl auf 121 gestiegen. Ministerpräsident Putin versprach schärferen Brandschutz und finanzielle Hilfe.
Nach der verheerenden Brandkatastrophe in einem russischen Nachtklub in Perm ist die Zahl der Toten auf 121 gestiegen. Fünf Schwerverwundete seien im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen, meldeten russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Katastrophenschutzministerium.
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Bei seinem Besuch in Perm versprach Putin den Familien der Opfer des Nachtklubbrands finanziellen Hilfe. (© Foto: dpa)
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Unterdessen besuchte der russische Ministerpräsident Wladimir Putin unangekündigt die Stadt Perm und legte vor den Ruinen des Lokals einen Strauß roter Rosen nieder. In einer Erklärung sicherte er den Opfern und Familien finanzielle Unterstützung zu.
So sollen die Familien der Getöteten jeweils 500.000 Rubel (circa 11.000 Euro) Soforthilfe erhalten, für die Verletzten seien 400.000 Rubel (circa 9000 Euro) vorgesehen, sagte Putin nach Angaben der nichtstaatlichen Agentur Interfax.
Putin kritisierte bei seinem Spontanbesuch in der Stadt am Ural die Brandschutzordnung seines Landes: "Diese tragischen Ereignisse zeigen, dass die Brandschutzbestimmungen in Russland alles andere als gut sind. Wir müssen die Gesetzgebung verbessern."
Kritik an Russlands Brandschutz
Gleichzeitig warf Russlands Premier den Betreibern des Nachtclubs und den übrigen Verantwortlichen für das Feuer grobe Fahrlässigkeit vor. "Sie haben gegen alles verstoßen, wogegen man nur verstoßen konnte." Ihm sei unverständlich, wie in einem geschlossenen Raum Feuerwerkskörper gezündet werden konnten.
Die Staatsanwaltschaft hatte am Montag vier Personen angeklagt: den Eigentümer des Clubs, den Manager, den Unterhaltungschef und den Direktor einer Feuerwerksfabrik, dessen Produkte das Lokal in Brand setzten. Ihnen drohen zwischen drei und sieben Jahren Haft.
In dem Nachtklub "Lahmendes Pferd" hatten in der Nacht zum Sonnabend etwa 250 Menschen gefeiert, als Funken eines Feuerwerkes auf die mit Reisig behangene Decke übergriffen. Die meisten Opfer wurden zu Tode getrampelt oder erstickten. Außerdem wurden mehr als 100 meist junge Menschen verletzt.
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(sueddeutsche.de/dpa/AP/AFP/kred/abis/ehr)
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Ja, vermutlich sind die russischen Brandschutzbestimmungen schon heute völlig ausreichend, aber es wird eben kein Schwein interessieren. Gesetze sind schnell gemacht; aber ob und wie sie angewendet werden, ist doch der entscheidende Punkt.
müssen nicht nur erlassen sondern vor allem auch vollzogen werden. Und ob sich ein unterbezahlter Brandschutzkontrolleur nicht mal schmieren lässt sei noch dahingestellt, wenn das Angebot verlockend genug ist.