Russland Erdbeben in der Kaukasus-Region tötet mehrere Menschen

Ein heftiges Erdbeben hat am Samstag die Region im russischen Nordkaukasus erschüttert. Mindestens zwölf Menschen sind ums Leben gekommen.

Bei einem Erdbeben im russischen Nordkaukasus sind am Samstag mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. In der Teilrepublik Tschetschenien wurden in mehreren Siedlungen Gebäude schwer beschädigt, berichtete das russische Fernsehen unter Berufung auf die Gesundheitsbehörde. Unter den Opfern sei auch ein Kind.

Offiziellen Angaben zufolge hatte das Beben eine Stärke von 5,3. Mehr als 100 Verletzte seien in Krankenhäuser gebracht worden.

Das Zentrum des Erdstoßes lag nordöstlich von Grosny, der Hauptstadt der russischen Republik Tschetschenien. Dort bebte die Erde mehr als 30 Sekunden lang. Es folgte eine Serie von Nachbeben, die im gesamten nördlichen Kaukasus zu spüren waren.

Der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrow teilte mit, dass die für Sonntag angesetzte Parlamentswahl ungeachtet der Katastrophe abgehalten werde.

In der tschetschenischen Stadt Schali wurde das Krankenhaus teilweise zerstört. Viele Menschen verließen in der Hauptstadt Grosny aus Angst vor Nachbeben ihre Häuser. Das Beben erschütterte auch die benachbarten Teilrepubliken Inguschetien und Dagestan.

Am vergangenen Montag waren bei einem schweren Erdbeben in der ehemaligen Sowjetrepublik Kirgistan an der Grenze zu China mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen.