Zuerst feierten sie mit ihrem Opfer, dann fielen sie zu viert über den Rollstuhlfahrer her. Zwei Männer und zwei Frauen wurden nun zu hohen Haftstrafen verurteilt.
Die Verurteilten reagierten starr und emotionslos auf das Urteil des Landgerichts Oldenburg. Der 24 Jahre alte Angeklagte verbarg sein Gesicht in den Händen. Die 21-jährige Mittäterin weinte und schüttelte fassungslos den Kopf. Nach Überzeugung der Richter hatte die Frau die Tat mit dem 24-Jährigen geplant und war direkt beteiligt. Sie brachte das Pfefferspray mit, das dem Opfer ins Gesicht gesprüht wurde, bevor es durch zwei Messerstiche ins Herz starb.
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Doch die beiden jungen Leute, die das Gericht zu lebenslangen Haftstrafen verurteilte, begingen den Mord an ihrem Gastgeber nicht allein. Eine 16-Jährige muss wegen Beihilfe für sechs Jahre ins Gefängnis. Gegen einen zur Tatzeit 17-jährigen Mittäter verhängte das Landgericht Oldenburg eine Jugendstrafe von achteinhalb Jahren.
"Voll schuldfähig"
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Clique im Oktober 2005 den 54-Jährigen "heimtückisch" getötet hatte. Die Tat sei bereits Stunden zuvor ernsthaft geplant worden, sagte der Vorsitzende Richter. Den Tätern sei klar gewesen, dass sie den Rollstuhlfahrer nach dem Diebstahl der Wertgegenstände töten mussten, wenn sie nicht erkannt werden wollten.
Während die Richter bei den beiden Jugendlichen unter den Anträgen der Staatsanwaltschaft blieben, verurteilten sie die Erwachsenen zu dem geforderten Strafmaß. Eine besondere Schwere der Schuld des 24-Jährigen wurde mit Verweis auf den starken Gruppendruck und eine von Gutachtern attestierte Persönlichkeitsstörung allerdings nicht festgestellt.
Die Verteidiger hatten auf eine verminderte Schuldfähigkeit der Männer und bei den Frauen auf Beihilfe zum Mord plädiert. Die Strafkammer hielt die Angeklagten jedoch für voll schuldfähig. Nur bei der 16-Jährigen urteilten die Richter auf Beihilfe, "weil sie keine Ideen zum Mord beisteuerte". Gegen das Urteil kann Revision eingelegt werden.
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(dpa)
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