Als James Bond hatte er die Lizenz zum Töten. Jetzt will Roger Moore Gänse vor dem Stopfen schützen. Er wählt einen ungewöhnlichen Weg: Er will alle Stopflebern aufkaufen.
Er hatte schöne Frauen an seiner Seite, Champagner im Glas, Trüffel und Hummer auf dem Teller. Der frühere James-Bond-Darsteller Roger Moore, 82, hat -trotz Lizenz zum Töten - mit dem Superagentendasein offensichtlich sein Gewissen nicht abgelegt.
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Als James Bond hat Roger Moore einst Frauen vernascht und Männer getötet. Jetzt kämpft er als Privatmann dagegen, dass Gänse gestopft werden. (© Foto: dpa)
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Der britische Schauspieler Moore kämpft nicht nur für das Kinderhilfswerk Unicef, er hat sich auch dem Tierschutz verschrieben. "Die Idee, etwas Krankes zu essen, ist lächerlich", sagte Moore dem Fernsehsender Channel 4. Moore will dafür sorgen, dass Gänse nicht mehr gewaltsam mit Kraftfutter gestopft werden. Keine Stopflebern mehr auf den Tellern der Gourmets, das will er erreichen.
Er wählt dafür einen ungewöhnlichen Weg: Kein nackter Protest, kein Schaulaufen vor Fernsehteams, kein Stürmen von Zuchtfarmen, Moore versucht es gentleman-like. Er will die Bestände des Londoner Kaufhauses Selfridges aufkaufen.
Auf sein Angebot habe er vom Kaufhaus-Chef allerdings bisher keine Antwort erhalten, sagte der 82-Jährige dem TV-Sender und führte eine mögliche Erklärung an: "Vielleicht kann er sich die Briefmarke nicht leisten." Vielleicht ist die Geschäftsführung aber auch mit der gestellten Bedingung nicht einverstanden. Moore verlangt, Selfridges dürfe seine Bestände an Gänsestopfleber nicht wieder auffüllen. Nie wieder.
Der Schauspieler setzt sich seit Jahren für einen Verkaufsstopp von Gänsestopfleber ein, die er als krankhaft verfettet brandmarkt. Angesichts der Produktionsweise sei es abscheulich, sie zu verkaufen und zu essen. Um bei Gänsen die vergrößerte Leber zu erzeugen, wird den Tieren mehrmals täglich ein Futterbrei in den Magen gestopft.
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(sueddeutsche.de/AFP/abis/afis)
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Geflügelstopfleber - oder Fettleber - wird aus der krankhaft vergrößerten Leber von Enten und Gänsen hergestellt. Dazu werden den Tieren mit einem langen Metallrohr täglich bis zu 7 Pfund Nahrung in den Magen gepumpt - dies würde beim Menschen etwa 7 kg Spaghetti entsprechen. Durch diese Zwangsfütterung kann sich der Vogel nicht mehr auf den Beinen halten. Er leidet an einer schlimmen Leberkrankheit, die man "Fettleber" nennt. In Deutschland ist das Stopfen von Gänsen und Enten verboten - leider aber nicht die Einfuhr dieses tierquälerisch erzeugten Produktes.
Er sollte sich auf seine Agentenfähigkeiten besinnen und diese auch noch einsetzen.
Ich finde es gut, dass sich Roger Moore gegen diese tierfeindliche Behandlungsweisen einsetzt..
Ich glaube zwar nicht, dass dieser Weg all zu viel bringt (Sie werden wohl eher die nächsten 10 Jahre ihre "Produkte" verkaufen als sich ein einziges Mal ausverkaufen zu lassen), aber es ist immerhin noch besser als nichts zu tun und die Hände in den Schoß zu legen.
Cooler Typ!