Drei junge Männer und eine 17-Jährige stehen vor Gericht, weil sie einen Schüler erschlagen, zerstückelt und seine Leiche einbetoniert haben sollen.

In Stuttgart hat der Mordprozess gegen drei Männer und eine junge Frau begonnen, die einen 19-jährigen Schüler erschlagen, zerstückelt und die Leichenteile einbetoniert haben sollen. Die 18 bis 23 Jahre alten Männer und die 17-jährige Frau sind wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagt.

Leichenfund; ddp

Die Polizei birgt Leichenteile, die in Blumenkübel einbetoniert und im Neckar versenkt worden waren. (© Foto: ddp)

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Vor Beginn der Verhandlung demonstrierten am Montag vor dem Landgericht rund 50 Freunde und Bekannte des Opfers gegen Gewalt. Sie forderten harte Strafen für die mutmaßlichen Täter und eine Verurteilung nach Erwachsenenstrafrecht.

Prozessbesucher mussten vor dem Gerichtssaal umfangreiche Sicherheitskontrollen über sich ergehen lassen.

Die zur Tatzeit 16 Jahre alte Angeklagte soll am 21. August 2007 das Opfer in Kernen bei Stuttgart auf eine Wiese gelockt haben, wo ihn ihr äußerst eifersüchtiger Freund und ein Mittäter laut Anklage mit Baseballschlägern und Fußtritten töteten. Das mit dem damals 18 Jahre alten Haupttäter befreundete Mädchen hat ihm demnach fälschlicherweise erzählt, sie habe eine intime Beziehung mit dem späteren Opfer gehabt.

Der älteste Angeklagte soll von dem Mordplan gewusst und in den Tagen danach geholfen haben, die Leiche zu beseitigen. Die Täter brachten den Toten zunächst in eine Lagerhalle in Stuttgart-Bad Cannstatt und zerstückelten ihn dort. Später betonierten sie die Leichenteile in einer Wohnung in Stuttgart in Blumenkübel und versenkten sie im Neckar. Der Torso wurde in einem Waldstück bei Großbottwar bei Ludwigsburg gefunden.

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(dpa/mmk)