Er störte sich an einer Affäre seiner Tochter, also griff er zum Skalpell: In Bielefeld gesteht ein eifersüchtiger Vater vor Gericht, dem Liebhaber seiner Tochter die Hoden abgeschnitten zu haben.

Das schmerzhafte Ende einer Beziehung: Weil sich ein 47-jähriger Vater an dem Liebhaber seiner Tochter störte, schnitt er diesem die Hoden ab. Jetzt muss sich der eifersüchtige Vater vor dem Landgericht Bielefeld verantworten. Laut Staatsanwaltschaft wollte der Angeklagte Helmut S. mit der Tat vom vergangenen November die Beziehung seiner 17-jährigen Tochter mit dem damals 58 Jahre alten Opfer beenden.

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Prozess um Entmannung: Der Angeklagte Helmut S. gab zu, dem 58 Jahre Liebhaber seiner 17-jährigen Tochter beide Hoden abgeschnitten zu haben. (© dpa)

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Zum Prozessauftakt gestand der Vater einem Gerichtssprecher zufolge die Tat. In einer von der Verteidigung verlesenen Erklärung machte er aber demnach geltend, seine Tochter sei von dem mehr als 40 Jahre älteren Mann zu der Beziehung genötigt worden.

Die Anklage wirft Helmut S. schwere Körperverletzung vor. Er soll am 2. November gemeinsam mit zwei unbekannten Mittätern das Opfer in dessen Wohnung aufgesucht, überwältigt, mit Handschellen und Klebeband gefesselt und entkleidet haben.

Mit einem Messer oder Skalpell soll der Vater dann dem Opfer die vordere Hodenwand und beide Hoden amputiert haben. Das blutende und geknebelte Opfer ließen die Täter laut Staatsanwaltschaft schließlich in der Wohnung zurück. Der Angeklagte soll aber seine Ehefrau veranlasst haben, die Rettungskräfte zu alarmieren, damit der Verletzte nicht verblutete.

Mit einem Urteil in dem Prozess wird frühestens am Freitag gerechnet.

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(AFP/mob/jobr)