Prozess im Fall Mirco Gutachter hält mutmaßlichen Mörder für pervers
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Im Prozess um den ermordeten zehnjährigen Mirco hat ein psychiatrisches Gutachten den mutmaßlichen Täter als voll "schuldfähig" eingestuft. Der 45-jährige Familienvater Olaf H. habe eine sehr hohe Intelligenz, so der Gutachter vor dem Landgericht Krefeld.
Der wegen des Mordes an dem zehnjährigen Mirco angeklagte Olaf H. ist voll schuldfähig. Der psychiatrische Sachverständige beschrieb ihn vor dem Landgericht Krefeld als eine "gesunde Normalperson" mit überdurchschnittlicher Intelligenz.
Der Angeklagte Olaf H. betritt in Krefeld vor Beginn der Verhandlung mit seinem Anwalt Gerd Meister (rechts) den Gerichtssaal des Landgerichtes Krefeld. Der 45-jährigen Familienvater ist voll schuldfähig, wie ein Gutachten befand.
(Foto: dpa)Belastungen im Beruf hätten vermutlich zum Durchbruch seiner perversen Fantasien geführt, die sich dann in der Tötung des Jungen entladen hätten, sagte der psychiatrische Sachverständige Martin Albrecht. Olaf H. habe Allmachtsfantasien entwickelt und den Jungen demütigen, unterdrücken und missbrauchen wollen.
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Er halte die Ermordung Mircos für die Tat eines sadistisch-perversen Täters, sagte der Gutachter, der Olaf H. mehrmals untersucht hat. Die Staatsanwaltschaft wirft Olaf H. Mord aus niedrigen Beweggründen und zur Verdeckung eines sexuellen Missbrauchs vor.
Mirco war am 3. September 2010 auf dem Nachhauseweg entführt und ermordet worden. Nach fünf Monaten hatten die Ermittler den bis dahin unbescholtenen Familienvater Olaf H. in Schwalmtal bei Mönchengladbach festgenommen. Olaf H. hatte die Tat gleich zu Prozessbeginn gestanden.