Prozess gegen Extremsportler in Salzburg Felix Baumgartner wegen Körperverletzung schuldig gesprochen

Er hatte stets seine Unschuld beteuert, Notwehr geltend gemacht. Ein Gericht in Salzburg hat Felix Baumgartner jetzt wegen Körperverletzung an einem Lkw-Fahrer schuldig gesprochen. Die Strafe wird der Rekordspringer und Multimillionär aber wohl verschmerzen können.

Einen knappen Monat nach seinem Sprung aus der Stratosphäre ist Felix Baumgartner auf dem Boden der Tatsachen gelandet. In Salzburg wurde der Extremsportler jetzt schuldig gesprochen - wegen Körperverletzung. Das Gericht in der österreichischen Stadt verurteilte den 43-Jährigen zu einer Geldstrafe von 1500 Euro. Das berichtet die Nachrichtenagentur APA.

Baumgartner hatte nach Überzeugung des Gerichts vor etwa zwei Jahren in Salzburg einen Streit zwischen einem Autofahrer und einem Lkw-Fahrer schlichten wollen. Dabei versetzte er dem Führer des Lastwagens einen Fausthieb und verletzte ihn. Bereits im April war der Österreicher wegen des Vorfalls in erster Instanz verurteilt worden. Baumgartner, der seine Unschuld beteuerte und von Notwehr sprach, legte Berufung gegen den Beschluss ein.

Nun bestätigte das Gericht Schuldspruch und Strafmaß. Das Urteil ist rechtskräftig. Der prominente Beschuldigte war bei der neuerlichen Verkündung nicht persönlich anwesend.

Baumgartner war Mitte Oktober aus einer Kapsel in 39.045 Metern abgesprungen. Er erreichte auf seinem Weg zurück zur Erde eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 1342 Stundenkilometern. Damit durchbrach er als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer - er erreichte 1,24 Mach (physikalische und dimensionslose Kennzahl der Geschwindigkeit).

Nach seinem erfolgreichen Rekordversuch verkündete der Basejumper, er werde seine Karriere als Extremsportler beenden.