Autonomes Gebiet Xinjiang Dutzende Tote bei Unruhen in China

Blutige Ausschreitungen im Westen Chinas: Bei Zusammenstößen in Xinjiang sind mehr als zwanzig Menschen ums Leben gekommen. Hintergrund sind vermutlich ethnische Konflikte zwischen Han-Chinesen und einheimischen Uiguren.

Bei Unruhen im westchinesischen Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang sind 27 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die Regionalbehörden. Mindestens drei weitere Menschen sollen in einer Ortschaft im Bezirk Turpan verletzt worden sein.

Dem Bericht zufolge sollen mit Messern bewaffnete "Randalierer" Polizeistationen, ein Regierungsgebäude und eine Baustelle angegriffen haben. Sie gingen mit den Messern auf zahlreiche Menschen los und steckten Polizeiautos in Brand. 17 Beteiligte wurden dabei getötet, darunter neun Polizisten. Die Polizei eröffnete das Feuer gegen die Angreifer und erschoss zehn von ihnen.

In der dünn besiedelten Wüstenregion Xinjiang (Sinkiang) im Westen Chinas kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen den muslimischen Uiguren und Han-Chinesen. Letztere werden von Peking systematisch in der rohstoffreichen Grenzregion angesiedelt. Es gibt immer wieder ethnische Ausschreitungen und Zusammenstöße mit der Polizei. Während Peking "Terroristen" für die Gewalttaten verantwortlich macht, sprechen uigurische Exilorganisationen von der Niederschlagung legitimer Proteste.