Prinzessinnen Eugenie und Beatrice in Berlin Hutlose Missionarinnen

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Zwei Prinzessinnen in vaterländischer Mission: Eugenie und Beatrice.

(Foto: Süddeutsche.de/dpa)

Zwei britische Prinzessinnen besuchen Berlin und machen nicht nur Werbung für das heimische Königreich, sondern auch noch für eine Automarke britischer Abstammung. Und zu allem Unglück tauchen Eugenie und Beatrice auch noch hutlos auf.

Zwei Engländerinnen haben die deutsche Hauptstadt Berlin besucht. Das ist keine Nachricht? Doch, ist es. Schließlich handelt es sich bei den Damen nicht um irgendwen, sondern um die Töchter von Prinz Andrew und Sarah "Fergie" Ferguson: Prinzessin Eugenie und Prinzessin Beatrice. Quasi die B-Prominenz unter den jungen Royals - nach der A-Riege, zu der die Prinzen Harry und William samt schwangerer Kate gehören.

Die weniger prominenten Enkelinnen der Queen waren - selbstredend - in vaterländischer Mission unterwegs. Die Prinzessinnen besuchten die Hauptstadt, um die "Great Britain Mini Tour 2013" vorzustellen. Laut Homepage der Aktion sollen die Jung-Royals damit zeigen, "wie viel Beeindruckendes und Wegweisendes dieses Land [Großbritannien, Anm.d.Red.] zu bieten hat".

Doch schon bei der Ankunft der Damen der erste Schock für die herbeigeströmten Menschenmassen: Die Königlichen Hoheiten erschienen ganz ohne Hut oder Kopfschmuck zur Pressekonferenz in der britischen Botschaft. Selbst bei der Präsentation unter dem Brandenburger Tor verzichteten die beiden trotz winterlicher Kälte auf eine Kopfbedeckung.

Seltsam für zwei Damen, die spätestens seit William und Kates Hochzeit ihr bisschen Ruhm zu einem Großteil aus recht extravaganten Hutkreationen beziehen. Vielleicht war der Anlass auch schlichtweg eines Hutes nicht würdig.

Werbebotschaften für das Volk

Beatrice, 24, jedenfalls tat alles, um die fehlende Kopfbedeckung wettzumachen - und begrüßte die Journalisten sogar mit ein paar deutschen Worten. Ihr ebenfalls auf Deutsch vorgetragenes Schlusswort: "Und wir hoffen, dass Sie Großbritannien besuchen werden." Subtil für das Land von Omi werben: Check!

Dann musste noch eine automobile Werbebotschaft unter das Volk gebracht werden - für einen Kleinwagen britischer Abstammung (heute ist Mini natürlich längst Mitglied in der deutschen BMW-Familie, der umgekehrte Stammbaum von Prinz Philip also). Für die Rundfahrt vor dem Brandenburger Tor setzte sich die 22-jährige Eugenie höchstselbst hinters Steuer, Beatrice nahm auf dem Beifahrersitz Platz.

Eugenie steuerte den Wagen souverän über den Pariser Platz - trotz des Fotografen-Pulks, der sich um das Fahrzeug drängelte. Mit dem für Bewohner der britischen Insel ungewohnten Rechtsverkehr musste sie sich nicht herumplagen. Für bürgerlichen Autoverkehr ist der Pariser Platz nämlich gesperrt.