Der britische Prinz im Visier der Polizei: Harry und ein Freund sollen auf einem königlichen Anwesen zwei gesetzlich geschützte Raubvögel abgeschossen haben.

Der britische Prinz Harry (23) und einer seiner Freunde stehen im Verdacht, zwei gesetzlich geschützte Raubvögel abgeschossen zu haben. Beide bestritten allerdings bei Vernehmungen der Polizei, etwas mit der Tötung der in England äußerst seltenen Kornweihen auf einem königlichen Landsitz zu tun zu haben, berichteten britische Zeitungen am Mittwoch.

Prinz Harry; dpa

Prinz Harry soll zwei geschützte Raubvögel abgeschossen haben. Auf derartige Vergehen stehen in England bis zu sechs Monate Gefängnis. (© Foto: dpa)

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Allerdings seien der Prinz und sein Freund in der fraglichen Zeit die Einzigen gewesen, die auf Gut Sandringham in der Grafschaft Norfolk auf die Jagd gegangen seien, berichtete die Zeitung The Guardian. Auf die Tötung von Kornweihen, die zur Familie der Habichte gehören, stehen in England bis zu sechs Monate Gefängnis oder 5000 Pfund Geldstrafe.

Ein Sprecher der Umweltorganisation Natural England sagte, Zeugen hätten am Mittwoch der vergangenen Woche gesehen, wie die Kornweihen abgeschossen wurden. Sie hätten die Schützen aber nicht erkannt. "Wir sind geschockt, dass zwei von Englands seltensten Vögeln auf diese Weise getötet wurden."

Im Guardian hieß es, Angestellte von Harrys Vater Prinz Charles hätten die Polizei darüber informiert, dass der junge Blaublütige und sein Freund auf der Jagd waren. Eine Hofsprecherin sagte: "Die Polizei hat Prinz Harry und seinen Freund gefragt, ob sie hilfreiche Informationen geben könnten, da sie zur der entsprechenden Zeit in der Gegend waren. Leider haben sie keine Kenntnis von dem angeblichen Vorfall."

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(dpa/cag/gba)