Für den Ehemann von Verona Pooth wird es immer enger: Die Steuerfahnder interessieren sich für eine Firma, die von Franjos Bruder Mano geführt wird.

Der Skandal um den angeschlagenen Unternehmer Franjo Pooth weitet sich aus: Nach den Vorwürfen der Bestechung und Insolvenzverschleppung steht der Ehemann von Verona Pooth nun auch im Verdacht eines Steuerdelikts.

Die Dame, die die Firma retten sollte: Verona Pooth in Ackermann-Pose. (© Foto: Getty)

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Die Bild-Zeitung berichtet, dass sich Steuerfahnder für eine weitere dubiose Firma des 38-jährigen Ehemanns von Fernseh-Star Verona Pooth interessiere. Sie firmiere unter der Adresse von Franjo Pooths Londoner Wohnung, heiße Labworks Productions Limited und werde von Franjo Pooths jüngerem Bruder Mano geführt. Nach Angaben eines früheren Mitarbeiters gegenüber Bild handelt es sich bei Labworks um eine Scheinfirma, für die es laut der offiziellen britischen Firmendatenbank Companies House keine eingetragenen Konten gebe.

Nach Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung und der Bestechung ist Franjo Pooth auch wegen möglicher Steuerhinterziehung im Visier der Staatsanwaltschaft. Pooth war mit seiner Elektronikfirma Maxfield Pleite gegangen. Seine Gläubiger fordern insgesamt 27 Millionen Euro von ihm.

Pooth hat indes Selbstanzeige beim Finanzamt erstattet. Der Düsseldorfer Staatsanwalt Arno Neukirchen bestätigte, dass eine Selbstanzeige beim Finanzamt vorliegt. Nähere Details nannte er nicht. Laut Auskunft des Steuerxperten und Anwalt Klaus Olbing kann Pooth bei einer Selbstanzeige straffrei bleiben.

Franjo Pooth war Anfang des Jahres wegen der 27-Millionen Pleite seiner Firma Maxfield ins Visier der Anklagebehörde geraten. Seit Februar ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Unternehmer wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung und der Bestechung.

Der Architektensohn Pooth hatte 2002 in Düsseldorf die Elektronikfirma Maxfield gegründet und mit MP3-Playern, Navigationsgeräten, DVD-Playern und einem "Fashion-Handy" innerhalb weniger Jahre den Umsatz seines Unternehmens zunächst von null auf fast 35 Millionen Euro hochgeschraubt. In den 2006 kam der plötzliche Absturz. Mitte 2007 soll Pooths Firma dann bereits insolvenzreif gewesen sein. Tatsächlich angemeldet wurde die Pleite jedoch erst im Januar dieses Jahres.

Die insgesamt 461 Gläubiger fordern von dem Unternehmer nun rund 27 Millionen Euro zurück, werden aber wohl nur einen Bruchteil davon bekommen. Nach einer vorläufiger Prüfung des Insolvenzverwalters sind Ansprüche von mehr als 19 Millionen Euro berechtigt. Er rechnet mit einer Verfahrendauer von mindestens zwei Jahren.

In Kürze mehr Information zu dem Fall auf sueddeutsche.de.

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(ddp/ jüsc/cag)