Das Ausmaß der Pleite des Ehemanns von Verona Pooth ist noch größer als bislang angenommen. Von den geforderten Millionen werden die Gläubiger allerdings nur einen Bruchteil sehen.

Die Gläubiger des insolventen Elektronikunternehmens Maxfield erheben Forderungen in Höhe von knapp 27 Millionen Euro. Damit ist das Ausmaß der Pleite des Ehemanns von Werbe-Ikone Verona Pooth noch größer als bislang angenommen.

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Seit Mitte 2007 war seine Firma nicht mehr zu retten: Franjo Pooth. (© Foto: AP)

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Das wurde bei der ersten Gläubigerversammlung am Dienstag in Düsseldorf bekannt. Die zahlungsunfähige Firma von Franjo Pooth hatte MP3-Player und Handys produziert. Nach einer vorläufigen Prüfung des Insolvenzverwalters Michael Bremen sind 19,1 Millionen Euro der Forderungen berechtigt.

Die Gläubiger hätten nur Aussicht auf einen Bruchteil ihres Geldes, gab Insolvenzverwalter Michael Bremen am Dienstag bei der Gläubigerversammlung in Düsseldorf bekannt. Die den Schulden gegenüberstehende Vermögensquote liege bei knapp 0,4 Prozent, könne aber noch besser ausfallen. Pooths Ehefrau, Werbe-Ikone Verona Pooth, habe "keine Verpflichtungserklärungen" gegenüber den Gläubigern abgegeben.

Insgesamt hat das Unternehmen Schulden bei 461 Gläubigern. Darunter sind auch 356 "Kleingläubiger", die defekte MP3-Player geltend machen.

Die Gläubiger von Franjo Pooths Pleite-Firma Maxfield bekommen allenfalls einen Bruchteil ihres Geldes. Das hat Insolvenzverwalter am Dienstag bei der Gläubigerversammlung in Düsseldorf bekanntgegeben. Es bestehe lediglich die Aussicht auf "Zahlung einer marginalen Quote".

Anfang 2008 hatte Maxfield Insolvenz angemeldet, im März war das Insolvenzverfahren vom Düsseldorfer Amtsgericht eröffnet worden. Nach Angaben des Insolvenzverwalters soll das Unternehmen schon Mitte 2007 nicht mehr zu retten gewesen sein.

Der Insolvenzantrag war erst Mitte Januar 2008 gestellt worden. Die Düsseldorfer Sparkasse, die Commerzbank und die Landesbank Rheinland-Pfalz hatten Millionenkredite an Maxfield vergeben.

Ein Designer, kein Manager

Zwei der Geldinstitute haben Millionenklagen gegen Franjo Pooth selbst angestrengt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Ehemann von TV-Star Verona Pooth wegen Bestechung und Insolvenzverschleppung. Er soll die Kredite mit teuren Geschenken an Bankmanager erschlichen haben. Der Chef und ein Vorstand der Düsseldorfer Sparkasse waren deswegen fristlos entlassen worden.

Zu dem Gläubigertreffen waren rund 15 Antragsteller erschienen. Franjo Pooth selbst hatte sich von seinem Anwalt vertreten lassen. Die Zusammenarbeit mit Pooth im Insolvenzverfahren sei gut, lobte der Insolvenzverwalter.

Maxfield habe in den Jahren 2006 und 2007 erhebliche Verluste verbucht und sei bilanziell überschuldet gewesen. Für eine Fortführung des Unternehmens sehe er keine Chance, sagte der Insolvenzverwalter.

Die Ursache für die Pleite hänge mit der Unternehmensleitung und den Schwierigkeiten des Marktes zusammen. Pooth selbst sei dabei nicht als Manager, sondern eher als Designer und Entwickler bei Maxfield tätig gewesen.

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(sueddeutsche.de/dpa/grc)