DNS-Spuren an 32 Tatorten: Erneut findet sich ein genetischer Hinweis auf die mutmaßliche Polizistenmörderin von Heilbronn. Scheinbar hält sich die Gesuchte noch immer im Norden Baden-Württembergs auf.
Die Zahl der Hinweise steigt, wie die der Spuren, und auch die Belohnung wurde angehoben: 150000 Euro gibt es für denjenigen, der Hinweise auf eine Frau geben kann, die in den vergangenen 15 Jahren ihre DNS-Spuren an 32 Tatorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zurückgelassen hat - unter anderem bei Mordfällen mit sechs Toten.
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Trauer in Heilbronn im April 2007: Der Polizistenmord gibt weiter Rätsel auf - und ist nur eine von vielen Bluttaten der gleichen Täterin. (© Foto: dpa)
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Aber auch die DNS-Spur Nummer 32, die am Dienstag identifiziert wurde, hat die Ermittler nicht weitergebracht. Niemand will die Gesuchte gesehen haben. "Vielleicht ist sie auch optisch nicht sofort als Frau zu erkennen", sagt ein Polizeisprecher. Die "Frau ohne Gesicht", wie sie schon oft genannt wurde, hat also vielleicht ein ziemlich männliches.
Die neue Spur wurde beim Abarbeiten von unspektakulären Straftaten entdeckt. Bei dem Einbruch in ein Hallenbad in Niederstetten im nördlichen Baden-Württemberg am 23. März wurde die Blutspur der Gesuchten gefunden.
Unklar ist, was sie dort wollte. Das Schwimmbad ist stillgelegt, nur der örtliche Judoklub hat noch einen Trainingsraum mit ein paar Übungsmatten. Zu stehlen gab es nichts. "Vielleicht wollte sie übernachten", sagt ein Ermittler.
Den Verdacht, dass sich die Gesuchte im Obdachlosenmilieu aufhalten könnte, gibt es schon länger. In Freiburg fand sich ihre Spur 2004 beim Einbruch in ein Obdachlosenheim, in Österreich schlief sie in Gartenhäusern. Die Ermittler wissen aber immer noch nicht, wie solche Tatmuster in Einklang mit anderen Verbrechen zu bringen sind, beispielsweise dem Polizistenmord von Heilbronn im April 2007.
Erstaunlich ist, dass sich die Gesuchte weiter im Norden Baden-Württembergs aufhält und Einbrüche verübt, dort, wo man am meisten nach ihr fahndet: Fast jeder Diebstahl in ein Gartenhaus wird hier nach DNS-Spuren untersucht, ein enormer Aufwand. Entweder weiß die Frau nichts von der Suche nach ihr, oder es ist ihr egal.
Den Ermittlern ist jede neue Spur willkommen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir die Gesuchte kriegen", sagt der Polizeisprecher.
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(SZ vom 05.06.2008/grc)
Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld
Eigentlich könnte man ja meinen, dass jemand, der solch kleine Brüche macht, nicht einfach 'wahllos' auf Polizisten schießt. Man weiß zwar in der Öffentlichkeit nicht worauf die DNA-Spur aus Heilbronn zu finden war. Wenn es aber auf einer Tatwaffe war, dann könnte es ja auch sein, dass die 'Frau ohne Gesicht' eventuell gar nicht am Tatort war, sondern das Ding nur beschafft oder weiterverkauft hat. Man müsste dann mehrere andere Täterkreise in Betracht ziehen und der 'Frau ohne Gesicht' dieses Brutalitätsetikett wieder entziehen.
Diese wird dann gefunden werden durch einen Ladendiebstahl, Eine Dose Bier und eine Zahnpasta