Die Polizei hat neue DNS-Spuren der mutmaßlichen Polizistenmörderin von Heilbronn gefunden: Mittlerweile wurde der genetische Fingerabdruck 38 Mal hinterlassen.
Die Polizei hat neue DNS-Spuren der mutmaßlichen Polizistenmörderin von Heilbronn gefunden. Diese seien im Zusammenhang mit dem Todesfall einer 45 Jahre alten Frau nahe Heilbronn und bei den Ermittlungen zu einer Einbruchserie in Rheinland-Pfalz und im Saarland aufgetaucht, teilten die beteiligten Ermittler am Donnerstag gemeinsam mit.
Neue Spur des Phantoms: Undatiertes Polizeifoto einer 45 Jahre alte Krankenpflegerin, die Ende Oktober von Spaziergängern in Weinsberg tot aufgefunden worden war. (© Foto: dpa)
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Insgesamt wurden die Spuren der "Phantommörderin" den Angaben zufolge bislang mindestens 38 Mal in Deutschland, Frankreich und Österreich identifiziert, darunter auch in mehreren Mordfällen.
So auch im April 2007, als zwei Polizisten auf der Heilbronner Theresienwiese niedergeschossen wurden. Eine 22-jährige Polizistin wurde mit einem Kopfschuss getötet, ihr Kollege überlebte schwer verletzt. Die DNS-Spur der Frau wurde am Dienstfahrzeug der Beamten gefunden.
Umstände des neuerlichen Todesfalls unklar
Die Umstände des Todes einer nun bei Weinsberg in der Nähe von Heilbronn aufgefundenen Frau sind noch unklar, wie es in der gemeinsamen Erklärung der Staatsanwaltschaften Heilbronn und Saarbrücken, des saarländischen Landeskriminalamts und der Polizei Heilbronn weiter heißt. Spaziergänger hatten die Leiche der Frau in einem Regenrückhaltebecken nahe einer Straße gefunden. Ihr Wagen war in unmittelbarer Nähe abgestellt.
In dem Auto sei die DNS-Spur der mutmaßlichen Polizistenmörderin gefunden worden. Die Ermittler betonten aber, dass der bloße Fund nicht den Schluss auf ein Gewaltverbrechen zulasse. Zur Todesursache machten sie aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben.
Auch im Saarland und in Rheinland-Pfalz ist die Spur der mysteriösen Serientäterin erneut aufgetaucht. Beamte des Landeskriminalamtes fanden ihre DNS bei Ermittlungen zu einer Einbruchserie. So gehen die Fahnder von einer konkreten Verbindung zu vier Einbruchsdiebstählen aus, die sich von Februar bis April 2008 in den saarländischen Orten Wadgassen, Quierschied und Tholey sowie im rheinland-pfälzischen Riol ereignet haben.
Festnahmen in Frankreich bringen kein handfestes Ergebnis
Die Einbrüche gehören zu einer Serie ähnlich gelagerter Straftaten, mit denen sich das Landeskriminalamt seit geraumer Zeit beschäftigt. Die LKA-Ermittler haben seit Sommer 2007 mehr als 30 Straftaten registriert, bei denen unbekannte Täter Einbrüche in Wohnungen begangen oder versucht haben, um an hochwertige Fahrzeuge, Schmuck und Bargeld zu gelangen. In diesem Komplex gelang es der französischen Polizei, Anfang Dezember insgesamt 26 Tatverdächtige im Großraum Metz in Gewahrsam zu nehmen.
Gegen zwei Männer im Alter von 26 und 33 Jahren erging Haftbefehl wegen der Beteiligung an den Einbrüchen. DNS-Untersuchungen der Verdächtigen ergaben aber keine Übereinstimmung mit Spuren der "Phantommörderin". Auch die Vernehmungen hätten keinen Fortschritt gebracht.
Die beim LKA Saarland wegen der "Homejacking"-Serie bestehende Arbeitsgruppe wurde Anfang Juli aufgestockt. Zudem wurde die Sonderkommission "Parkplatz", die im Heilbronner Polizistenmord ermittelt, auf 30 Beamte verstärkt. Von dieser Soko wurden außerdem vier Ermittler nach Saarbrücken entsandt. Insgesamt ist auf die Aufklärung des Polizistenmordes eine Belohnung von 150.000 Euro ausgesetzt.
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(AP/grc)
Analyse des DFB-Kaders
Die Stories um die 'unberechenbare Person' sind in meinen Augen Räuberpistolen ohne jegliche Wahrscheinlichkeit die Wirklichkeit zu treffen.
Ganz abgesehen davon, dass es in bestimmten Fällen bekannterweise verwirrende DNA-Spuren geben kann, ist das ganze Konstrukt mit der 'unfassbaren Superverbrecherin' doch sehr fraglich. Bekannte Fälle von Missweisungen per DNA-Untersuchungen sind z.B. Menschen mit Knochenmarkstransplantationen oder nach einer Blutspendenübertragung. Diese 'Patienten' tragen zwei DNA-Signaturen in sich, nämlich die eigene und die vom Spender. In den aufgezählten Kriminalfällen kann man solche Missweisungen wohl ausschließen. Aber es gibt genügend andere Ursachen, die die falsch Fährte einer 'Superverbrecherin' vorspiegeln können. Wie wäre es z.B. mit einer Frau, die schon seit über 15 Jahren ihre Haare für Perücken zur Verfügung stellt, die mehr oder weniger zufällig im Millieu Verbreitung finden und von den einschlägigen Tätern verwendet wurden ? Oder eine Frau, die bei Autozulieferern das Finish von Sitzpolstern macht. Das letztere wäre leicht zu beweisen, wenn man in xbeliebigen anderen Autos ähnlicher Marken, die nie bei Verbrechen verwendet wurden, ebenfalls die 'Super-DNA-Spur' finden würde. Also das Phantom aus den Köpfen nehmen und weiterdenken !
Der Stern hat hierzu ein interessantes Interview mit dem Chef der SoKo.
http://www.stern.de/panorama/:Polizistenmord-Heilbronn-Das-Phantom-eine-Zeitbombe/649629.html
Ich kann Schützenkönigs Enthusiasmus an dieser Stelle zwar nicht nachvollziehen aber ich fürchte auch das uns eine Verfilmung des Stoffes nicht erspart bleiben wird.
Und nein, ich glaube nicht, dass die DNA Spuren absichtlich "gelegt" wurden. Die Polizei erzählt uns nicht aus welchem Gewebe die DNS extrahiert wurde. Aber die Frau hinterlässt diese Spuren seit mindestens 15 Jahren. Ich gehe aber mal stark davon aus, das es sich in erster Linie um Haare handelt. Von den Kopfstützen im Auto und den Schlafplätzen an den Einbruchsorten. Möglicherweise auch Speichelspuren an Trinkgefäßen oder Zigarettenkippen. Aber daran glaube ich weniger. Diese Frau ist schliesslich auch schlau genug, keine Fingerabdrücke zu hinterlassen. Ich bin also sicher das die Polizei zumindest die natürliche Haarfarbe der Frau kennt. Auch sollte sie wissen ob die Täterin ihre Haarfarbe ändert (und wenn ja, wo mit).
Zitat Huber:"Diese Person ist unberechenbar, sie ist eine tickende Zeitbombe. Man muss bei ihr mit allem rechnen."
Der Einschätzung der Gefährlichkeit dieser Frau durch den Leiter der SoKo schließe ich mich vorbehaltlos an. Diese Frau hat keinen festen Wohnsitz aber scheint sich von Zeit zu Zeit Partner zu suchen mit (bei) denen für einen gewissen Zeitraum lebt. Sie hat also durchaus ein gewisses Maß an sozialer Kompetenz. Es würde mich auch nicht wundern, wenn diese Partner sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts sein können. Ebenfalls bezeichnend ist, dass ihre Exkomplizen sie nicht verpfeiffen. Soviel Ganoven"ehre" ist selten. Wenn sie klaut, dann muss sie die geklaute Ware auch irgendwo absetzen. D.h. irgendwo gibt es Hehler, die sie kennen.
Die Jagd nach dieser Frau wird noch sehr lange dauern und die nötigen kriminaltechnischen Untersuchungen sind sehr teuer. Aber Mord verjährt nicht und diese Frau muß gefunden werden. Egal was es kostet.
Hallo Leute,
hab vor ein paar Wochen ne Doku zu dem Thema gesehen.
Folgendes zum Verständnis:
- Homejacking :
Beim Homejacking haben die Diebe es in der Regel auf wertvolle PKWs abgesehen, die ansonsten aufgrund der guten technischen und elektronischen Sicherung schwer zu „knacken“ sind. Die Diebe brechen meist nachts in Häuser und Wohnungen ein und stehlen gezielt Fahrzeugschlüssel und -papiere, um die Luxusautos zu entwenden. Dabei nutzen sie eine typische Gewohnheit aus: Die meisten Autofahrer bewahren ihre Zündschlüssel in der Garderobe im Hausflur auf.
- DNA
Die Polizei ist auch so schlau sich Gedanken zu machen woher die DNA kommt. Da sie an den verschiedenen Tatorten unterschiedlichstes Gewebe fand (Haare, Hautschuppen, Speichel)- und das über mehrere Jahre verteilt, ist die von WilmaHors favorisierte Variante relativ unwahrscheinlich (Gewebe von einem Toten wird zur Irreführung angebracht).
Ein recht informatives Interview mit dem Soko-Chef gibts auf:
http://www.stern.de/panorama/:Polizistenmord-Heilbronn-Das-Phantom-eine-Zeitbombe/649629.html
Also wenn es diese "Serienmörderin-einbrecherin-was-auch-immer" wirklich geben sollte, sofern das mit den zu Hauf gefundenen DNA-Spuren denn überhaupt stimmt (die Idee von WilmaHorst ist kriminalpsychologisch gesehen nicht übel *g*)...dann muss man vor der Dame wirklich Respekt haben, dass sie sich so lange versteckt halten kann, sofern sie das überhaupt tut :)
Aber was mich so verwundert, wie können diese Profiler annehmen, dass die Frau scheinbar wie ein Mann aussieht? Überall wird das verbreitet, woher nehmen die dieses Wissen? Kann man das nun doch schon anhand der DNA sagen? *g* Wäre mir neu.
Klar kann ich Tendenzen ablesen, und vielleicht auch den Lebenswandel...aber woher weiß ich, dass, nur weil sie in Schrebergärten einbricht, ältere Menschen umbringt, junge Polizistinnen erschießt, DNA hinterlässt und scheinbar obdachlos ist, wie ein Kerl aussehen muss?
Sowas fällt doch eher auf, als dass es der Tarnung dient. Da würde ein blondiertes, überschminktes, in lila Röhrenjeans und weißer Bomberjacke gekleidetes Girly wesentlich weniger auffallen :)
Aber immerhin hats dieser Fall schon zu "K11-Kommissare im Einsatz" geschafft *LOL*
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