Polizeieinsatz an TU Berlin Festnahme nach vermeintlicher Bombendrohung

Es ging um ein Hausverbot, um einen aggressiven Ex-Studenten, zwischenzeitlich war sogar von einer Bombendrohung die Rede. Die Polizei war mit einem Großaufgebot an der Technischen Universität Berlin im Einsatz - und hat einen Mann festgenommen.

Die Berliner Polizei wurde am Nachmittag zu einem Einsatz an der Technischen Universität gerufen, nachdem ein Mann dort randaliert haben soll. Er wurde festgenommen.

(Foto: dpa)

An der Technischen Universität (TU) in Berlin hat das Erscheinen eines als agressiv geltenden Ex-Studenten einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Der Sicherheitsdienst hatte den 29-Jährigen mittags mit einer großen, verdächtigen Tasche in einer Vorlesung im Chemiegebäude gesichtet. Die TU verständigte daraufhin die Polizei. Laut Aussage der Beamten hatte der ehemalige Student zuvor in Emails an die Uni mit Selbstmord gedroht.

Am Ende kam der exmatrikulierte Student jedoch freiwillig aus dem Hörsaal und wurde von den Einsatzkräften festgenommen. Der Inhalt der Tasche sei harmlos gewesen. "Nichts Gefährliches, nichts Relevantes, keine Waffen", hieß es.

Die Uni erstattete Anzeige wegen Störung des öffentlichen Friedens und erteilte ein Hausverbot. Das vorsorglich gerufene Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei rückte wieder ab. Entgegen erster Medienberichte habe es keine Bombendrohungen gegeben, sagte ein Polizeisprecher.

Die Angaben über die Situation hatten anfangs für Verwirrung gesorgt. Während n-tv.de in Bezug auf die Polizei von einer "Amok-Lage" berichtete, meldete tagesspiegel.de, dass die Beamten davon nicht sprechen wollen würden.

Die Polizei war schnell zur Stelle, da sich wegen des Besuchs von Ägyptens Präsident Mohammed Mursi in der Hauptstadt viele Beamte in der Nähe aufhielten. Einen Zusammenhang des Vorfalls mit dem Staatsbesuch sah die Polizei nicht.

Die Straße des 17. Juni war zeitweise gesperrt. 100 Polizisten waren im Einsatz. Erste Vermutungen, wonach der Ex-Student randaliert haben soll, bestätigten sich nicht. Auch bei der Festnahme habe er sich nicht gewehrt, so ein Polizeisprecher.