Prügelnde Fans, grölende Massen: Die Gewerkschaft der Polizei klagt, dass die Beamten zu oft zu Fußballspielen ausrücken müssen. Die Kollegen seien an der Grenze ihrer Belastbarkeit.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert, dass die Bereitschaftspolizei immer häufiger zu Einsätzen bei Fußballspielen ausrücken muss. Der stellvertretende Landesvorsitzende der GdP in Niedersachsen, Frank Jürges, sagte, die Zahl der Einsätze steige kontinuierlich an: "Seit Einführung der Dritten Bundesliga werden die Kollegen immer öfter angefordert." Auch die Gewalt der Fußballfans nehme ständig zu. Um für Sicherheit zu sorgen, müssten die Beamten immer mehr Überstunden machen.

Polizei im Stadion

Beamte im Stadion: Die Polizei schiebt Überstunden. (© Foto: action press)

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Karsten Wolff, Sprecher der Zentralen Polizeidirektion bestätigt die Zunahme der Einsätze im Stadion: "2006 waren wir 106 Mal vor Ort, 2007 waren es 130 Einsätze. Dieses Jahr werden es noch mehr." Vor allem bei Spielen in den unteren Ligen funktioniere die Vernetzung zwischen Vereinen, Fanprojekten und dem öffentlichen Personennahverkehr noch nicht gut genug. "Doch genau diese Gruppen müssen die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass ein Fußballspiel friedlich verläuft", sagte Wolff. In vielen kleinen Stadien stimmen die baulichen Voraussetzungen oftmals nicht, die einzelnen Fanbereiche sind nicht voneinander getrennt.

Gewerkschaftler Jürges fordert nun, dass dass sich die Verantwortlichen an einen Tisch setzen: "Ich wünsche mir einen Fußballgipfel. Dann können wir gemeinsam überlegen, wie wir eine Entlastung schaffen."

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(sueddeutsche.de/bre)