Eine deutsche Fregatte hat einen Angriff auf einen deutschen Luxusliner im Golf von Aden vereitelt. Weitere Piraten gingen der dänischen Marine ins Netz.
Die Bundesmarine hat im Arabischen Meer einen Piraten-Angriff auf das deutsche Kreuzfahrtschiff MS Astor vereitelt. Die Fregatte Mecklenburg-Vorpommern habe am vergangenen Freitag mit Warnschüssen zwei Schnellboote von Angreifern vertrieben, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr am Donnerstagabend in Potsdam.
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Die deutsche Marine hat einen Angriff auf ein deutsches Kreuzfahrtschiff vereitelt. (© Foto: dpa)
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Die Fregatte habe sich wegen des Verdachts auf einen Angriff zwischen zwei verdächtige Schnellboote und das Vier-Sterne-Schiff gelegt. Eines der Boote habe entgegen der Aufforderung der Marine seine Geschwindigkeit gesteigert. Die Fregatte habe daraufhin Warnschüsse abgefeuert.
Danach seien die Schnellboote mit hoher Fahrt in jemenitische Hoheitsgewässer davongefahren. Die Bundeswehr bestätigte damit einen Bericht von Spiegel online, der sich auf einen als Verschluss-Sache eingestuftes Papier des Bundesverteidigungsministeriums berief. Demnach feuerte die Fregatte mit einem Maschinengewehr.
Der Sprecher des Reiseveranstalters Transocean Tours, John Will, sagte der Nachrichtenagentur AP, am Vormittag des 28. November hätten sich zwei kleinere Schiffe im Arabischen Meer etwa drei Meilen von der MS Astor entfernt befunden.
Die Mecklenburg-Vorpommern habe sich dann zwischen den Booten und dem Kreuzfahrtschiff positioniert. Er betonte, die 492 Gäste hätten von dem Vorfall nichts mitbekommen, der sich 2,5 Meilen von ihrem Schiff entfernt abgespielt habe. Das Schiff war laut dem Veranstalter auf dem Weg von Scharm el Scheich in Ägypten nach Dubai gewesen, wo es am Dienstag einlief. Die Kreuzfahrtreise dauerte vom 22. November bis zum 3. Dezember, die Gäste seien inzwischen wieder zu Hause, sagte Will.
Dänische Marine liefert Piraten aus
Der Vorsitzende des Verbands Deutscher Reeder (VDR), Michael Beehrent, beklagte am Donnerstag in Hamburg, die Schiffahrtsbranche müsse seit einem Jahr "eine völlig neue Qualität der Kriminalität erdulden und erleiden". Es werde "wirklich jeden Tag schlimmer". Daher hoffe der Verband, dass die ab kommender Woche geplante EU-Mission Atalanta sehr bald Erfolg habe.
Unterdessen hat die dänische Marine schiffbrüchige Piraten an Jemen ausgeliefert. Am Freitagmorgen übergab sie sieben Schiffbrüchige aus Somalia an die Küstenwacht in Jemen. Wie der Kopenhagener Sender TV2 berichtete, hatte die Besatzung des Kriegsschiffes Absalon die Männer in der Nacht aus akuter Seenot gerettet. Sie waren nach eigenen Angaben acht Tage mit Motorschaden im Golf von Aden getrieben und ohne Nahrung oder Trinkwasser. Die dänischen Soldaten versenkten das Boot der Piraten, in dem sie vier Panzerabwehrraketen gefunden hatten.
Die Absalon gehört zu den Kriegsschiffen vor der ostafrikanischen Küste, die Angriffe von Piraten auf Handelsschiffe verhindern sollen. Dänemarks Regierung hat die Befugnisse der eigenen Soldaten zur Festnahme von Verdächtigen auf See erweitert, nachdem die Besatzung der Absalon Mitte der Woche mehrere Piraten wieder freilassen musste.
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(dpa/AP/AFP/akh/grc)
Kanzlerin Merkel und die Macht
Warum müssen in dieser Gegend irgendwelche Kreuzfahrschiffe rumschippern um dann den Schutz der von uns Steuerbezahlern finanzierten Fregatte in Anspruch zu nehmen.
Handelsschiffe sind zu schützen, weil sie für unsere Versorgung wichtig sind. Wo der Nutzen der Kreuzfahrschiffe leigen soll, muß mna mir erst noch zeigen.
Sind sie kurz abgehauen - haben sie kurz gewartet - sind sie dann auf neuen Beutezug gefahren - gibt ja genug andere Schiffe und genug andere Reeder, die Millionen zahlen. Abgesehen davon hört sich das an wie ein Märchen aus 1001 Nacht. Wenn das Kriegsschiff auf Maschinengewehr-Reichweite heran war, was hat denn die Soldaten gehindert, die Piraten einfach festzunehmen?
eine seereise ist was besinnliches, dass hat erstmal gar nichts mit puren luxus zu tun. und wenn jemand geld fuer etwas ausgibt, dann verdient ein anderer wieder daran. ganz zu schweigen von den steuern die der staat einnimmt und damit die immer krakelenden neider mit allerlei anderen ausgaben zu besaenftigen versucht. wie waers mal wenn sich diese spiessigen neider, die hier wieder laut werden, das kleine oder groessere glueck anderer akzeptieren koennten.
Könnte auch sein, dass der Luxusliner nicht vollgestopft ist mit Neureichen, die in ihrem Leben noch keinen Finger krumm gemacht haben, sondern mit lauter Leuten, die 25 Jahre lang gespart haben, um sich einmal diesen fragwürdigen Luxus gönnen zu können. Verallgemeinerungen sind immer falsch, sagte Brecht und sie sagen viel über denjenigen aus, der sie trifft. Hartz IV Empfänger werden mit einer Erhöhung ihrer Bezüge nicht bloß MP3 Player und XBoxen kaufen, von Luxuskreuzfahrten (noch nicht mal 5 Sterne!) träumen nicht nur russische Oligarchen, sondern auch Klein-Erna aus Penemünde. Einmal Scharm el Scheich und Dubai sehen und sterben. Wem's gefällt.
Das ist kein Neid. Das ist Mitleid.
Und Fassungslosigkeit darüber, dass die Bundesmarine in den Weltmeeren kreuzen muss, damit abgestumpfte Teutonen ihre Dekadenz in Hungergebieten und Elendsregionen ausleben können.
In Zukunft darf die Bundeswehr aber bestimmt auch auf heimischem Boden dafür sorgen, dass die Aufstände der Hungerlöhner und Hartz-Opfer den Reichen-Ghettos fern bleiben.
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