Dramatische Szenen an Bord der MS Melody: Neuen Berichten zufolge haben die Passagiere des Kreuzfahrtschiffs die Piraten mit Liegestühlen beworfen.
Neue Berichte von Augenzeugen legen offen, wie knapp die MS Melody tatsächlich einem Überfall von Piraten entging: Demnach haben die Passagiere des Kreuzfahrtschiffs die privaten Sicherheitsleute an Bord offenbar tatkräftig bei der Abwehr einer Piratenattacke unterstützt.
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Entkam nur knapp einem Überfall von Piraten: Das Kreuzfahrtschiff MS Melody. (© Foto: ddp)
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Die südafrikanische Zeitung The Citizen berichtet, einige der Urlauber hätten Liegestühle auf die Seeräuber geworfen, um deren Versuch zu vereiteln, das Schiff zu entern. Die Besatzung und die Sicherheitsleute dagegen hätten mit Wasserstrahlen und Pistolen gekämpft. Die Schiffsleitung habe dann alle Passagiere in die Kabinen zurückbeordert und alle Lichter löschen lassen, um im Schutze der Dunkelheit zu entkommen.
Der Nachrichtenchef der Zeitung, Nico Fouché, hatte sich vor der Attacke an Bord des Schiffes befunden, das in der südafrikanischen Hafenstadt Durban seine Reise angetreten hatte. Ein Kellner habe ihm berichtet, dass die Besatzung damals schon von Problemen durch Angreifer während der Reise ausgegangen war. Als Vorsichtsmaßnahme hätten alle Schiffsluken und -öffnungen geschlossen werden müssen.
Neun Piraten festgenommen
Auch die Decks-Beleuchtung habe nachts ausgeschaltet werden müssen. Die Gegenwehr durch an Bord befindliche Mitarbeiter eines israelischen Sicherheitsdienstes würde in Sicherheitskreisen kontrovers diskutiert, schreibt das Blatt. Es zitiert einen britischen Experten, der vor einer Eskalation der Gewalt warnt. Sie könnte Piraten zum Töten der Schiffsbesatzungen verleiten.
Die MS Melody der italienischen Kreuzfahrtgesellschaft MSC Crociere S.A. war am Samstag im Indischen Ozean nördlich der Seychellen von Piraten erfolglos angegriffen worden. An Bord befanden sich rund 1500 Menschen, darunter 38 Deutsche.
Inzwischen sind neun mutmaßliche Piraten festgesetzt worden, die vermutlich für den Angriff verantwortlich waren. Die Männer seien von der Besatzung eines spanischen Kriegsschiffes aufgegriffen und den Behörden übergeben worden, sagte der Chef des Anti-Piraten-Einsatzes der Seychellen, Verkehrsminister Joel Morgan. Ob Anklage gegen die Piraten erhoben werde, hänge von der Stärke der Beweislast ab.
In den vergangenen Monaten haben somalische Piraten zahlreiche Schiffe entführt und Lösegelder in Millionenhöhe erpresst. Bei ihren Aktionen verfügen sie über Navigationssysteme und operieren oft von Mutterschiffen aus, die ihnen eine Ausdehnung des Angriffsgebietes ermöglichen.
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(dpa/AP/hai/gba)
FKK-Slackliner Alexander Schulz
Zitat aus dem Artikel : " Die Gegenwehr durch an Bord befindliche Mitarbeiter eines israelischen Sicherheitsdienstes würde in Sicherheitskreisen kontrovers diskutiert, schreibt das Blatt. Es zitiert einen britischen Experten, der vor einer Eskalation der Gewalt warnt. Sie könnte Piraten zum Töten der Schiffsbesatzungen verleiten. "
So ein Schwachsinn !
Was das wohl für ein "Experte" sein mag (deren gibt es ja so viele in den Medien,zumeist auch anonym (ein Schelm,der denkt ,vielleicht nur vom Verfasser erfunden).
Wenn den Piraten vorab das Risiko bewußt gemacht wird,nämlich daß sie bei einem Angriff mit erheblichem bewaffneten Widerstand zu rechnen haben ,die Kaperung kein Spaziergang für sie wird,von welcher sie anstatt mit einem Sack schnellverdienten Geldes viel eher in einem Leichensack zurückkehren werden,dann werden sie es wohl viel eher sein lassen.Schließlich handelt es sich um gemeine Räuber,denen es nur um Geld geht und nicht um Kriegshelden mit hohen Werten,für die sie ihr Leben opfern würden.
Piraterie ist ein schweres Verbrechen,eine lebengefährdende Pest,deren Ausbreitung mit ALLEN Mitteln zu verhindern ist.Verständnis für die Verbrecher ist das Letzte,was angebracht wäre.
Wollte man sich mit einer italienisch-lockeren Eistellung an der somalischen Küste vorbeilächeln? Nachdem es die Übergiffe dort ja nun auch schon seit geraumer Zeit gibt, frag ich mal dezent an, warum dort total unwichtige Kreuzschiffe rumgondeln müssen. Wenn schon die Reederei ein Fiasko in Kauf nimmt, dann muß auch die Frage gestattet sein, wie man sich freiwillig auf so ein Schiff begeben kann. 1500 Doofies gehen ein signifikantes Risiko ein und verlassen sich scheinbar schamlos auf die internationale Eingreiftruppe.
Leute, da müßt ihr aber aufpassen daß sie euch nicht wegen versuchter Körperveletzung drankriegen. Hier in Deutschland wird sich auch für solche Blödheiten ein Anwalt finden....Also: Bei nächsten Piratenangriff oder Raubüberfall erst maskieren und dann verteidigen.
Taktisch ist Ihr Vorgehen zwar klug, moralisch leider wenig begründbar. Darf ich Ihnen was abnehmen? Haben Sie zu viel? Ich bin so arm und entscheide nun mal selbst, wer was haben darf.
Vielleicht haben die armen Somalis keine moderne Definition von Eigentum: jeder hält, was er verteidigen kann? Na, dann wollen wir mal. Wer hier an Deck kommt, der wird sich das Schiff nicht aneignen können, weil wir ihn in Flagranti erschießen. Ja, so ist das archaische Gesetz...
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