Bei schwerem Sturm ist vor den Philippinen eine Fähre mit mehr als 100 Menschen an Bord gesunken. Bislang wurden Dutzende Tote geborgen.

Bei einem schweren Sturm ist vor den Philippinen eine Fähre mit mehr als 100 Menschen an Bord gesunken. 22 Tote wurden bis Montag geborgen, 34 Passagiere würden noch vermisst, teilte die Küstenwache mit.

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Das Wrack der Fähre, die für 50 Passagiere gebaut und mit 100 besetzt war. Die Aufnahme stammt von der philippinischen Air Force. (© Foto: dpa)

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46 Menschen überlebten das Unglück vor der Küste von Aparri am Nordzipfel des Inselreichs, rund 420 Kilometer nördlich von Manila.

Das Schiff, von dem Überlebende berichteten, es sei völlig überladen gewesen, kenterte in der Straße von Luzon. Das Unglück ereignete sich nach einer achtstündigen Überfahrt unweit der Mündung des Flusses Cagayan. Schlechtes Wetter behinderte die Rettungsarbeiten.

Die MB Maejan befand sich unweit des Hafens von Aparri, als sie von schweren Wellen erfasst wurde, berichtete die Chefin der Seefahrtbehörde, Elena Bautista. Das Schiff wurde von der Strömung abgetrieben, bekam Schlagseite und sank keine 50 Meter vor der Küste. Es war am Sonntagmorgen von der Calayan-Insel zu der mehrstündigen Überfahrt aufgebrochen.

Die hohen Wellen zerstörten den Ausleger aus Bambus und brachten die Fähre stark ins Schaukeln. "Die Menschen gerieten in Panik, sie hielten sich an allem fest, was schwimmen konnte, und sprangen von Bord", sagte Polizeisprecher Alex de los Santos. Mehr als 40 Menschen konnten sich schwimmend an das 500 Meter entfernte Ufer retten, andere wurden von Fischern gerettet. Die meisten Opfer stammten von der Insel Calayan.

Gegen den Eigentümer der "Maejan" sowie die überlebenden Besatzungsmitglieder wurden nach Angaben der Küstenwache strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Die Fähre war nur für 50 Personen zugelassen.

Im Juni war ein Passagierschiff mit mehr als 800 Menschen vor der philippinischen Insel Romblon gesunken. Nur 56 Menschen überlebten das Unglück.

(sueddeutsche.de/AP/dpa/jkr)

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