Pazifik Ein Müllteppich von der Größe Mitteleuropas

Zwischen Kalifornien und Hawaii treibt sechs Mal mehr Plastikmüll als Plankton im Meer. Ozeanforscher warnen nun: Bis die drei Millionen Tonnen Unrat vollständig zersetzt sind, könnten bis zu 500 Jahre vergehen.

Wie das Hamburger Magazin Geo in seiner Märzausgabe unter Berufung auf die Algalita Marine Research Foundation berichtet, seien die Ursache für die massive Ansammlung kreisende Strömungen von Wind und Wasser, die den Müll von den Küsten Asiens und Amerikas mitten in den Ozean getrieben haben.

Nach Angaben der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) verbleibe der Müll dort in einem großen Strudel mindestens 16 Jahre lang - was nicht reiche, um konventionelle Kunststoffe zu zersetzen: So könne es zum Beispiel bis zu 500 Jahre dauern, bis UV-Strahlung und Oxidation eine Spielzeugente in ihre Moleküle zerlegt habe, schreibt Geo.

Der Müll ist eine Gefahr für viele Tiere. So hielten etwa Seevögel kleinere Plastikteile irrtümlich für Nahrung und schluckten sie hinunter. Albatrosse seien bereits beim Hochwürgen der unverdaulichen Brocken beobachtet worden.