Beim Landeanflug auf Hamburg gerät ein Airbus A320 ins Schlingern, ein Flügel schleift über die Piste. Der Pilot startet neu durch und verhindert so eine Katastrophe. Trotzdem fordert Orkan Emma mehrere Todesopfer und verursacht Millionenschäden.
Lufthansa-Pilot Oliver A. hat 137 Menschen das Leben gerettet. Beim Landeanflug auf den Hamburger Flughafen erwischte eine Orkanböe den von ihm gesteuerten A320. Die Maschine geriet bei Tempo 250 ins Schlingern, ein Flügel schleift auf dem Boden.
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Beinahe-Crash in Hamburg - ein Airbus "A320" wird von Orkanböen beim Landeanflug erfasst. (© Foto: Live-Leak; ddp)
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Der 39-jährige Pilot und seine 24-jährige Ko-Pilotin tun genau das Richtige: Sie starten das Flugzeug erneut durch und bringen es 15 Minuten später sicher zur Landung. Auf der Internetplattform Live-Leak ist das Rettungsmanöver des Piloten zu sehen.
Zwei Tage später sind die Piloten und die Airbus-Maschine der Lufthansa wieder im Routine-Einsatz. Oliver A. und seine Copilotin seien ganz normal auf Mittelstreckenflügen in Europa unterwegs, berichtet Lufthansa-Sprecher Thomas Jachnow.
Die Besatzung habe den Vorfall sehr gefasst aufgenommen. A. wolle sich aber nicht öffentlich zu seinem gelungenen Manöver äußern.
Der 39-Jährige hatte am Samstag auf dem Hamburger Flughafen seinen Airbus-Jet in letzter Sekunde abgefangen und durchgestartet, als eine Windböe das Flugzeug kurz vor der Landung erfasste. "Er hat meisterlich umgesetzt, was er zuvor hunderte Male im Simulator geübt hat", meinte Jachnow. Besatzung und Passagiere hätten nach der Landung sehr ruhig reagiert, berichtete der Lufthansa-Sprecher.
Psychologische Hilfe sei zwar angeboten, aber nur von wenigen genutzt worden.
Die Fluggesellschaft habe darüber hinaus keine Zweifel, dass die Freigabe der Landebahn durch die Deutsche Flugsicherung korrekt war, betonte Jachnow. Zusätzliche Böen im Anflug könne niemand vorhersehen. Es seien sich aber alle einig gewesen, dass das Manöver anspruchsvoll werden würde. Die Besatzung habe hochprofessionell gehandelt.
Auch wenn dieser Beinahe-Crash abgewendet wurde, forderte Orkantief Emma, das am Wochenende über Europa wütete, mindestens 14 Todesopfer, viele Verletzte und schwere Sachschäden.
Auf dem Frankfurter Flughafen mussten wegen Emma am Wochenende mindestens 170 Flüge annulliert werden. Wegen des bis Sonntag anhaltend starken Sturms kam es zu erheblichen Verzörgerungen. Verspätete Maschinen mussten im Schnitt 30 Minuten, im Einzelfall bis zu über zweieinhalb Stunden warten, wie ein Sprecher des Airports sagte.
Allerdings waren die Verwüstungen, die Emma in Deutschland und anderen europäischen Ländern anrichtete, nicht ganz so schlimm wie die nach dem Orkan Kyrill vor einem Jahr. Emma deckte Häuser ab, machte Straßen unpassierbar, führte zu Stromausfällen und zu Sturmfluten. In Süddeutschland gab es heftige Hagelschauer, Schnee, Gewitter und Überschwemmungen. Der Wetterdienst Meteomedia registrierte auf dem 1838 Meter hohen Wendelstein in den Bayerischen Alpen eine Windgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde.
Sechs Menschen fielen dem Orkan in Deutschland zum Opfer, zwei starben in Tschechien, zwei in Polen, vier in Österreich. Darunter waren nach Angaben der österreichischen Polizei zwei deutsche Urlauber. Bei Wissen im Westerwald (Rheinland-Pfalz) wurde ein 58 Jahre alter Mann in einem Auto von einer Fichte erschlagen.
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Jetzt wird vom Flughafenbetreiber so getan, als seien Seitenböen bei einem Landemanöver nichts Außergewöhnliches. Hier handelt es sich aber nicht um sogenannte Scherwinde, die immer auftreten können, besonders bei solchen Fluhäfen wie in Kreta, sondern um einen bereits bestehenden Sturm.
konnte diese Crew, das war eine reife Leistung. An sich sind Crosswindanflüge und -Landungen Standardprogramm für Verkehrspiloten, also der Anflug in einem durchaus auch queren Winkel zur Landebahn.Normalerweise stabilisiert sich das Flugzeug durch den erhöhten Auftriebseffekt direkt über Boden von selbst ein Stück, außerdem werden im Training selbst relativ extreme Winkel immer wieder geübt und sind an sich kein Problem. Das Flugzeug kann in solchen Fällen auch nach dem Aufsetzen der Hauptfahrwerke noch gut in Landerichtung stabilisiert werden (gibts bei youtube unter der Eingabe "Crosswind Landing" - haarsträubend teilweise...)
Das Verdienst des Piloten liegt hier eher in seiner blitzschnellen Reaktion und Entschlossenheit, die so nicht selbstverständlich war. Daß bei einem Crosswindanflug derartig niedrig über Boden und so kurz vorm Aufsetzen eine so heftige Bö ankommt, ist ein seltenes Ereignis-offenbar hat der Mann im Cockpit aber jederzeit damit gerechnet und sofort geschaltet. Auf dem Video ist gut zu sehen, wie die Turbinen erst ein paar Sekunden NACHDEM der linke Flügel den Boden berührt hat, richtig Leistung abgeben. Was nichts anderes bedeutet, als daß das Durchstartmanöver bereits bei dem, durch die Bö bedingten Anheben der RECHTEN Tragfläche entschlossen gestartet worden sein muß-bekanntlich brauchen Strahltriebwerke zwischen 3 und 7 Sekunden Reaktionszeit bis zur vollen Leistungsabgabe. Der Mann wußte also genau was er tat. Fazit: Chapeau! - Und warum eigentlich werden Konzernmanager und Bundespolitiker nicht so sauber trainiert...
Und warum müssen langweilige Zeitgenossen aus einer echten persönlichen Heldentat schon wieder derart dämlich Konspirationskonstrukte bauen...
das flugzeug berührt mit dem winglet den boden und bricht dabei das winglet unter der tragfläche ab. auch die tragfläche hat ordentlich schrammen. es gibt dazu fotos von der lufthansa, nachdem der flieger sicher gelandet war. das hätte auch ordenlich schief gehen können -schiefer als es sowieso schon war ;-)
glück gehabt, - und eine gute ausbildung der piloten natürlich!!
Glückwunsch an die Crew! Mit euch möchte ich immer unterwegs sein!
Und dafür gibts es keinen....Simulator...meinte ich.
Ciao
dafür gibts keinen.
Beifall auch für den Hersteller des Flugzeugs und den Hersteller der Triebwerke und auch an die Leute, die das alles warten und instandsetzen!
Ich verneige mich vor euch!
cu on air ;)
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