Österreich Red-Bull-Erpresser bei Geldübergabe festgenommen

Er drohte per Brief, Mail und SMS damit, Getränkedosen mit Fäkalkeimen zu verunreinigen. Jetzt hat die österreichische Polizei den Mann, der versucht haben soll, Red Bull zu erpressen, festgenommen. In einer filmreifen Aktion.

Seit Februar soll er versucht haben, den Getränkekonzern Red Bull zu erpressen, jetzt hat die Polizei den Niederösterreicher festgenommen. Wie die Polizei in Salzburg mitteilte, wurde der 47-Jährigen am Donnerstagabend bei einer fingierten Geldübergabe festgenommen.

Örtliche Medien zitierten den Salzburger Polizeichef Franz Ruf, die konzertierte Polizeiaktion sei filmreif gewesen. Bei dem mutmaßlichen Erpresser handle es sich um einen Profi. Es sei sehr schwierig gewesen, mit ihm Kontakt zu halten: Vor der Festnahme in Mödling bei Wien habe der Mann über Stunden hinweg den Übergabeort immer wieder geändert.

"Seit Februar 2013 hat er versucht, Red Bull zu erpressen und Geldforderungen gestellt. Er selbst sagt, dass er Geldnot hatte und deshalb die Drohung an Red Bull gestellt hatte", sagte eine Polizeisprecherin. Ob es Mittäter gebe, blieb laut den Ermittlern zunächst unklar.

Red Bull hatte die Erpressung selbst im März publik gemacht. Demnach wurde dem österreichischen Unternehmen seit Februar in Briefen angedroht, Dosen mit Fäkalkeimen zu verunreinigen, sollte der Konzern kein Geld zahlen. Zwei Briefe kamen per Post, im März folgten per E-Mail und SMS weitere Drohungen. Ende März schließlich rief der Täter selbst von einer Berliner Telefonzelle in Salzburg an.

Zu einer tatsächlichen Verunreinigung der Getränkedosen im Lebensmittelhandel ist es aber wohl nie gekommen. Der Konzern verkauft pro Jahr weltweit 5,2 Milliarden Dosen seines Energy-Drinks.