Seit Monaten strömen Millionen Liter Öl ins Meer. Jetzt haben BP-Ingenieure womöglich einen neuen Durchbruch erzielt: Eine neue Absaugglocke über dem Bohrloch soll das Öl stoppen.
Nach 84 Tagen Albtraum ein Lichtblick im Kampf gegen die Ölpest: Experten des BP-Konzerns haben einen 100 Tonnen schweren Zylinder über dem Leck am Meeresgrund platziert. Wenn alles klappt und der Zylinder richtig dicht über dem Leck abschließt, soll kein weiteres Öl ins Meer strömen, hoffen die Experten. Doch es dürfte bis zu 48 Stunden dauern, bis klar ist, ob die Operation "Top Hat 10" endlich den ersehnten Erfolg beschert. Im Idealfall kann die Kappe den Austritt des Öls ganz stoppen oder zumindest so weit eindämmen, dass es von Schiffen an der Oberfläche vollständig abgepumpt werden kann.
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Hoffnung am Golf von Mexiko: BP-Ingenieure haben einen 100 Tonnen schweren Zylinder über dem Leck angebracht. (© ap)
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Ein BP-Video von der Operation zeigt nach Angaben des US-Nachrichtensenders CNN, dass noch geringe Mengen Öl austreten. Videoaufnahmen zeigten am Montagabend (Ortszeit), wie der riesige Zylinder langsam auf das Leck in 1500 Meter Tiefe gesenkt wurde. Küstenwachen-Admiral Thad Allen, der von US-Präsident Barack Obama ernannte Einsatzleiter, sprach von "entscheidendem Fortschritt". Allerdings müssten zunächst diverse Tests gemacht werden. Damit werde man am Dienstagmorgen (Ortszeit) beginnen. Sie würden zwischen sechs und 48 Stunden dauern. Ziel sei es, das Leck zumindest zeitweise völlig abzudichten.
BP-Topmanager Doug Suttles gab sich optimistisch. "Wir machen weiterhin gute Fortschritte." Sollte weiterhin Öl ins Meer fließen, stehen Schiffe bereit, um dies abzupumpen. In der Vergangenheit waren diverse Rettungsversuche gescheitert. Seit der Explosion und dem Untergang auf der Bohrinsel Deepwater Horizon vor elf Wochen fließen Tag für Tag schätzungsweise bis zu 8200 Tonnen Rohöl ins Meer. Die US-Golfküste ist streckenweise verseucht. Es handelt sich um die schwerste Ölpest in der US-Geschichte.
Die neue "Operation Top Hat 10" sei ein deutlicher Fortschritt zur Deckel-Variante, die seit Wochen im Einsatz ist und nur locker auf dem Bohrloch sitzt. Diese bisherige Kappe kann nur einen Bruchteil des ausströmenden Rohöls aufhalten. Bereits während des Tests des neuen rund 30 Meter hohen Zylinders, könne die Fontäne aus dem Bohrloch erstmals komplett aufgehalten werden, sagte Allan. "Wir können das Loch komplett abdichten", hoffte er. Auf eine endgültige Lösung muss aber noch voraussichtlich bis Mitte August gewartet werden. Auch wenn die Operation "Top Hat 10" mit einem Erfolg endet, werde BP zwei Entlastungsbohrungen zum Ursprung der Quelle tief im Meeresgrund fortsetzen, betonte Suttles. Dort solle das Steigrohr mit Schlamm und Zement verschlossen werden.
Zugleich verhängte die US-Regierung nach zwei Rückschlägen vor Gericht ein neues Verbot für Öl-Tiefseebohrungen. Erst kürzlich hatten Gerichte ein erstes sechsmonatiges Moratorium für nichtig erklärt. Angesichts der verheerenden Ölpest sei ein Moratorium angebracht, um Menschen und die Natur an der Küste vor den Gefahren neuer Tiefseebohrungen zu schützen, ordnete Innenminister Ken Salazar am Montag an.
Das Moratorium solle zunächst bis Ende November gelten, heißt es. Zuvor war die Regierung mit einem ersten sechsmonatigen Verbot in zwei Gerichtsinstanzen gescheitert. Die Richter bemängelten, der Schritt sei nicht ausreichend begründet. Gegen die staatlich verhängte Zwangspause waren Vertreter der Ölbranche vor Gericht gezogen.
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(dpa/Reuters/fvk/segi)
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Wenn nur möglichst viele Fischer dem Mitforisten @Küstenlauf glauben würden, könnte dem Fischbestand der Weltmeere geholfen werden.
Würde ein 10-jähriges Fischfangverbot erlassen, weil -nach @Küsten(ver)lauf - die Ölverschmutzung Fisch für Menschen ungenießbar macht, könnten sich die Bestände erholen.
"Nordosten von Australien hebt sich der Meeresboden bereits seit einigen Monaten an, und zwar um knapp 4 Meter pro Tag."
Weil im Golf Oel ausstroemt, hebt sich der Meeresboden bei Australien an?
Wie das genau? Unterirdische Tunnel?
Das Traurige an der ganzen Sache ist nicht, dass es Spinner gibt, die so einen Unsinn im Internet verbreiten, sondern, dass es Menschen gibt, die das glauben.
Ich fand es schon immer sehr schade, dass an Schulen alles moegliche gelehrt wird, blos nicht die wissenschaftliche Methode und kritisches Denken.
Das wuerde einiges ersparen.
Nicht inhaltlich bin ich entsetzt über die BILD-hafte Berichterstattung von kuestenlauf, nein, dass ein Mensch überhaupt sowas von sich geben kann. Das ist alles so weit hergeholt, dass ich hoffe, dass möglichst wenig Menschen diesen Unfung nur irgendeine Betrachtung schenken. Das ist alles totaler Humbuk. Mit den wildesten Thesen wird um sich geworfen um möglichst ein BILD von Fachkenntnis und "Ich-habs-Euch-Doch-Gesagt" Profilierung über Kommentarforen aufzubauen.
Fakt ist, dass es bei einer Technik zu einem Defekt gekommen ist. Fakt ist, dass eine Technik zur Bekämpfung der Ölpest nur theoretisch entwickelt worden ist. Fakt ist, dass es eine gute Technik bis dato noch nicht gibt.
Fakt ist auch, das immer erst etwas passieren muß bis die Menschheit anhand eines in der Praxis durchgeführten Maßnahme eine neue Technologie entwickeln kann. Wie im Strassenverkehr um die Ecke: Erst wenn es an einer Kreuzung 3x grummst hat, kommt ne Ampel hin.
Natürlich ist das alles eine Katastrophe. Aber Endzeitszenarien zu Entwickeln und nun Fischstäbchen auf Vorrat kaufen weil man den Fisch in den nächsten 20 Jahren nicht mehr geniessen kann hilft wenig das Problem zu lösen und Menschen zu sensibilisieren, ein Gefühl für unseren Planeten zu entwickeln.
Lösen können wir (ich) das Problem eh nicht. Ich kann im meinem Umfeld nur dafür sorgen, ob ich Umweltgerecht, nach meinem Maßstab für Umwelt, lebe.
Lieber Küstenlauf, wieso schreiben Sie nicht gleich das die Erde der Erosion unterliegt und in zig Milliarden Jahren die Menschheit ausgestorben ist weil sich der Erdkern abgekühlt hat und wir im Zuge der Überbevölkerung nichts mehr zu Essen, zu trinken haben.
Noch eine Perle aus dem Artikel von der Holocaust-Leugner Website:
"Während die Decke zwischen Ölreservoir und Meeresboden immer dünner geworden ist, wird das Wasser in den Hohlraum gedrückt, wo vorher das Öl war. Es kommt mit dem Magma in Kontakt, und durch die Hitze entsteht Dampf, der den Meeresboden anhebt."
Der Autor glaubt also tatsaechlich, das Oel befinde sich in einem Hohlraum, wenige Meter unter dem Meereboden, zusammen mit Magma.
MAGMA!
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