Vor 20 Jahren verursachte ein Tanker des US-Energieriesen Exxon die größte Ölpest in der US-Geschichte. Nun muss der Konzern 507,5 Millionen Dollar Entschädigung zahlen.
20 Jahre nach der Ölkatastrophe der Exxon Valdez vor Alaska hat ein US-Berufungsgericht die gegen den Konzern verhängte Strafe in Höhe von 507,5 Millionen Dollar bestätigt.
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Ein Foto vom 9. April 1989: Nach dem Valdez-Unglück verseucht ein Ölteppich das Meer, tötet tausende Seevögel (© Foto: AP)
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Wie die Richter am Montagabend weiter entschieden, muss der Konzern zudem seine Berufungskosten in Höhe von etwa 70 Millionen Dollar selbst tragen und rückwirkend zum ursprünglichen Urteil von 1996 Zinsen zu einem Satz von 5,9 Prozent zahlen.
Laut Anklage entspricht dies etwa einer halben Milliarde Dollar. Exxon hat die jetzt bestätigte Schadenersatzzahlung bereits bezahlt und Bußzahlungen in Höhe von 383 Millionen Dollar geleistet. Ein Konzernsprecher erklärte, das Urteil werde geprüft. Exxon wolle sich dazu zunächst nicht äußern.
In mehreren vorherigen Prozessen hatte der Konzern die ursprüngliche Strafe von fünf Milliarden Dollar auf 2,5 Milliarden Dollar gedrückt. Vergangenes Jahr bezeichnete der Oberste Gerichtshof die Summe als exzessiv und senkte sie auf 507,5 Millionen Dollar.
1989 war der Öltanker Exxon Valdez vor Alaska auf Grund gelaufen. Millionen Liter Rohöl liefen aus, verseuchten die Gewässer und töteten Hunderttausende Seevögel.
Die Schadenersatzzahlungen waren vor allem für Zehntausende Fischer, Alaskas Ureinwohner und Grundeigentümer bestimmt, die von der Katastrophe schwer getroffen wurden. Allein die Säuberungskosten beliefen sich auf rund 2,5 Milliarden Dollar.
Exxon Mobil erwirtschaftete im vergangenen Jahr trotz des rapiden Verfalls des Ölpreises ein Rekordergebnis von 45,2 Milliarden Dollar.
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(sueddeutsche.de/Reuters/aho)
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Lest oder hört mal "Berufung" von John Grisham. Danach schüttelt ihr über solche Urteile nicht mehr so einfach den Kopf. Sondern darüber, wie ein solches Land sich erdreisten kann sein Rechtssystem zum Maßstab aller Dinge zu machen.
Die Prozesstaktik der beiteiligten mutet einfach ekelhaft an.
Wessen hat sich Exxon denn nun eigentlich schuldig gemacht?
@Canaille:
Recht hast Du! Der Verbraucher könnten Benzin boykottieren und hat eine gewisse Macht. Macht er aber nicht sodern tippt sich an der Theke stehend an die Stirn wenn er gefragt wird, ob er z. B. die Grünen wählen würde: "3 Euro pro Liter Benzin? Die sind doch nicht ganz dicht!".
Aus meiner Sicht muss Benzin sauteuer sein und das zwingend benötigte (z. B. für die Fahrt zur Arbeit) stark subventioniert werden. Effizienz und Umdenken funktioniert nur über das Portemonnaie.
500 millionen us-dollar sind peanuts für den konzern, das bezahlen die aus der portokassa
Das müsste ja nicht sein: Wer zwingt Dich und mich denn, bei EXXON zu tanken ?
Ein konsequent durchgehaltener Verbraucherboykott, als Antwort auf solche und andere Schweinereien könnte so manches ändern.
Stattdessen aber jammert der "Kleine Mann" lieber über sein Ohnmacht.
- Und wenn dann EXXON gar auf die naheliegende Idee käme, für ein paar Tage den Sprit ein Zehnerl billiger zu machen, wär's eh vorbei mit der Konsequenz... also vergessen wir's.
WIR wollen's nicht anders.
Grüsse,
c.
Unsere Gerichte brauchen sowieso generell zu lange, sind viel zu teuer und liegen oft weit außerhalb jeglicher Realität.
Das liegt teilweise an der inoffziellen Subventionierung durch die Wirtschaft - warum sonst bekommen kleine Unternehmen risen Schadenssummen aufgebrummt und die großen kommen mit sowas lächerlichem davon(im Verhältnis gesehen).
Nebenbei, der Gewinn aus dem Öl sollte sowieso in regenerative Energie/Forschung etc. gesteckt werden und nicht in die Taschen von irgendwelchen Leuten, welche sowieso schon viel zu reich sind. Geld muss nunmal in Bewegung bleiben und sich nicht irgendwo anhäufen...
Paging