Norwegen Hohe Welle trifft Bohrinsel vor Norwegen - ein Toter

Bis zu 14 Meter hoch türmte sich die See auf. Besatzungsmitglieder mussten mit dem Hubschrauber gerettet werden.

Eine gewaltige Welle hat eine Bohrplattform in der Nordsee vor der Küste Norwegens getroffen. Dabei sei eine Person ums Leben gekommen, teilte die Betreiberfirma Statoil am Mittwochabend mit. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden. Die beiden Verletzten würden an Land medizinisch behandelt. Die Nationalität der Opfer sei zunächst nicht klar gewesen.

Die schwimmende Plattform "Innovator" wurde geräumt. Etwa die Hälfte der gut 100 Besatzungsmitglieder mussten die Bohrinsel verlassen, weil ihre Unterkunft in dem Sturm beschädigt wurde.

Die See sei während des Unglücks sehr rau gewesen mit Wellen von bis zu 14 Metern Höhe und Windgeschwindigkeiten von 25 bis 30 Metern pro Sekunde, sagte eine Sprecherin der norwegischen Aufsichtsbehörde. Deshalb konnte ein Hubschrauber, der Besatzungsmitglieder von der Plattform bringen sollte, nicht landen. Die Menschen mussten mit einem Seil hochgezogen werden.

Statoil hatte die sogenannte Halbtaucherbohrinsel angemietet und betrieb sie im Ölfeld "Troll", westlich von Bergen. Zum Zeitpunkt des Unglücks war die Förderung den Angaben zufolge wegen schlechten Wetters eingestellt.