Norwegen Helikopterabsturz in Norwegen - 13 Tote befürchtet

Einsatzkräfte am Unfallort an der Küste westlich von Bergen.

(Foto: dpa)

Nahe der Stadt Bergen ist ein Hubschrauber abgestürzt, teilte die Polizei mit. An Bord waren 13 Insassen.

In Norwegen ist ein Hubschrauber mit mindestens 13 Menschen an Bord abgestürzt. Das teilte die Polizei in der Küstenregion Hordaland mit. Demnach ereignete sich das Unglück westlich von Bergen nahe der Insel Turøy.

Nach Angaben der britischen Zeitung The Guardian befinden sich Menschen im Wasser nahe der Insel. Der Hubschrauber sei abgestürzt und "völlig zerstört", zitierte die Zeitung einen Polizeisprecher.

Die norwegischen Tageszeitungen Aftenposten und VG berichteten unter Berufung auf Rettungskräfte von 13 Toten. Keiner der 13 Insassen, elf arbeiteten für den norwegischen Ölkonzern Statoil und zwei waren Besatzungsmitglieder, hat demnach den Absturz überlebt.

Hubschrauber explodiert auf Insel

Der Hubschrauber sei auf dem Rückflug von einer Ölplattform gewesen. Diese Plattformen sind nur per Helikopter-Shuttle zu erreichen, von Bergen aus gehen regelmäßig Flüge hinaus auf die Nordsee. Die Passagiere müssen dabei stets einen Überlebensanzug tragen, der im Notfall vor Kälte schützt und im Wasser schwimmt - offenbar konnte die Sicherheitsmaßnahme die Passagiere bei diesem Unglück jedoch nicht retten.

"Ich hörte, dass ein Hubschrauber aus Richtung der Nordsee kam. Es war ein seltsames Geräusch", sagte ein Augenzeuge dem norwegischen Rundfunk. "Als ich aufsah, hat sich der Rotor gelöst und ist nach links verschwunden, während der Helikopter nach rechts abgedreht ist." Als er auf einer kleinen Insel aufgeschlagen sei, sei der Hubschrauber explodiert.