Ein Vater in der polnischen Stadt Siedlce soll seine Tochter sechs Jahre lang eingesperrt und missbraucht haben. Dabei soll er zwei Kinder mit ihr gezeugt haben.
In Polen ist ein Mann festgenommen worden, dessen mutmaßliche Verbrechen stark an den Inzest-Skandal im österreichischen Amstetten erinnern. Wie die polnische Polizei mitteilte, soll der 45-Jährige seine Tochter sechs Jahre lang in einem Raum ohne Türklinken eingesperrt, sexuell missbraucht und zwei Kinder mit ihr gezeugt haben.
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Dieser Mann soll seine Tochter eingesperrt und misshandelt haben. (© Foto: Reuters)
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Der Mann wurde den Angaben zufolge in der östlich von Warschau gelegenen Stadt Siedlce festgenommen, als er versuchte nach Italien zu fliehen. Er wurde wegen Verdachts der Vergewaltigung und der Freiheitsberaubung zunächst für drei Monate inhaftiert.
Die heute 21-jährige Tochter war nach Angaben eines Polizeisprechers in der vergangenen Woche mit ihrer Mutter zur Polizei gegangen. Sie gab an, seit ihrem 14. Lebensjahr von ihrem Vater im Haus gefangengehalten und wiederholt vergewaltigt worden zu sein.
In den Jahren 2005 und 2007 brachte sie den Angaben zufolge zwei Kinder zur Welt, die sie zur Adoption freigab. Sie seien "wahrscheinlich" bei den Vergewaltigungen gezeugt worden, sagte der Sprecher.
Die Frau sagte aus, ihr Vater habe sie gezwungen, die Kinder wegzugeben. Zur Entbindung habe er sie begleitet. Ihr Vater habe ihr das "Leben zur Hölle" gemacht, sagte der Ermittler Jacek Dobrzynski. "Der Fall könnte ähnlich wie in Österreich sein." In Amstetten hatte der Österreicher Josef Fritzl 24 Jahre lang seine Tochter Elisabeth in ein Kellerverlies seines Hauses gesperrt und mit ihr sieben Kinder gezeugt.
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(SZ vom 09.09.2008/ssc)
Frauen in Saudi-Arabien
Wollen Sie einer Frau, die 6 Jahre eingesperrt war, seit Ihrem 14. Lebensjahr von Ihrem Vater vergewaltigt wird und von diesem Monster 2 Kinder geboren hat sagen, sie solle nicht in Selbstmitleid versinken und sich auch das heute konzentrieren??? Was glauben Sie, was das "heute" für eine derart traumatisierte Frau ist? Ist Ihnen Ihr Mitgefühl völlig verloren gegangen?
Kann das nur bestätigen. Wenn man als Mann / Junge Opfer solcher Verbrechen wurde, wird das oft als "nicht so schlimm" empfunden und bewertet.
Klar ist es ein medienwirksameres Bild, wenn das kleine, schwache Mädchen vom bösen, starken Mann missbraucht wird, weil die Relation einfach krasser ist.
Auch wird dann fälschlicherweise angenommen, der Mann füge wegen seiner geschlechtsspezifischen Anatomie dem Mädchen mehr körperlichen Schaden zu, als eine Frau das bei einem Jungen machen könnte.
Nach allen Geschichten, die ich mittlerweile kenne - und das sind unzählige - und auch aus eigener Biographie weiß ich, dass die körperlichen Dinge nicht diejenigen sind, die einen diese Erfahrung so schwer bewältigen lassen.
An die körperlichen Schmerzen erinnern sich viele sogar kaum noch.
Als Mann bekommt man dann häufig Reaktionen wie das Schulterklopfen mit dem Hinweis, es sei doch toll, wenn man von einer reifen Frau in diese Dinge eingeführt wurde, vor allem, wenn sie nicht mit einem verwandt war! Meist wird das sogar noch von dem Hinweis gekrönt, man habe sich das selbst in dem Alter gewünscht.
Also hört man irgendwann auf, darüber zu reden.
Was ich auch oft erlebe ist, vor allem bei Frauen, das Versinken in Selbstmitleid. Natürlich will ich diese Erfahrung nicht banalisieren, aber es ist doch zu erkennen, dass sich in entsprechenden Communities bestimmte Leute oft so verhalten, nicht an konkreten Auswegen aus ihrer Lage / Stimmung interessiert sind, sondern einfach nur bedauert werden wollen.
Vor allem Frauen gelingt das - wie beschrieben - sehr viel leichter und ich habe allzu oft den Eindruck, dass sie es darauf anlegen.
Meine Bewunderung gilt denjenigen, die dieser Versuchung widerstehen und es schaffen, trotz erheblich "schlimmerer" Biographien, zu akzeptieren, dass man das Erlebte nicht mehr ändern kann und sich auf das Heute konzentrieren.
schon eigenartige journalistische Qualität
es werden immer die fälle von Männern aufgezeigt, die fälle, die Frauen verursachen werden massivst verschwiegen
"schon einmal etwas von Klara Mauerova gehört? Oder von Barbora Skrlova? Barbora Skrlova und Klara Mauerova sind Frauen. Beide sind in einen Fall von brutaler Kindesmisshandlung verstrickt. zu den bisher bekannten Fakten: Klara Mauerova (31) ist Mutter von zwei Söhnen: Ondrej und Jakub. Zwei Jungen, die sie in einem Käfig hielt und grausam folterte. Die Horror-Mutter missbrauchte die Buben und brachte sie dazu, sich mit Messern selber zu schneiden. Wie der «Telegraph» berichtet, soll Mauerova auch rohes Fleisch vom siebenjährigen Ondrej gegessen haben."
oder eine anderer Fall
"Eine wissenschaftliche Studie über die Verbreitung sexueller Misshandlung von Kindern ist in Südafrika veröffentlicht worden. Ca. eine Viertelmillion (!) Kinder und Jugendliche wurden befragt, also eine sehr sehr große repräsentative Zahl. viel Leid von Kindern wurde mit viel präziser Arbeit von Forschern und Forscherinnen dokumentiert, nicht zuletzt, um wachzurütteln und notwendige gesellschaftliche Veränderungen in Gang zu setzen. Ein Ergebnis: Von den 18-jährigen jungen Männern wurden 44% schon einmal vergewaltigt, davon 41% von Frauen, 32% von Männern und 27% von Tätern beiderlei Geschlechts."
Die Täterinnen wurden dann in den deutschen Medien mit keinem Wort erwähnt obwohl explizit auf diese Studie bezogen wurde