Neue Eidgenossin Tina Turner wird Schweizerin

Tina Turner wird Schweizerin

Sängerin Tina Turner wird Schweizerin und will ihren US-Pass zurückgeben.

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Während Frankreichs Prominente öffentlich darüber nachdenken, welche Staatsbürgerschaft sie sich als nächste unter den Nagel reißen wollen, hat Tina Turner in aller Stille einen Schweizer Pass beantragt und einen Einbürgerungstest absolviert. Grund für den Schritt: Echte Heimatgefühle.

Gérard Depardieu hat einen russischen Pass beantragt, weil er sich in der Heimat ungeliebt fühlt und weniger Steuern zahlen will. Brigitte Bardot will zwei Elefanten retten und denkt deshalb ebenfalls über die russische Staatsbürgerschaft nach. In Zeiten des fröhlichen Pässebeantragens erscheint es nur wenig verwunderlich, dass Tina Turner nun Schweizerin werden will.

Die Zürichseegemeinde Küsnacht habe der Musikerin bereits das Bürgerrecht erteilt, berichtete die Schweizer Nachrichtenagentur SDA. Dies sei unter Vorbehalt ihrer "Erteilung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung" geschehen, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde. Die Sängerin musste demnach ein Interview und einen Einbürgerungstest absolvieren. Jetzt fehlen noch die Zustimmung des Kantons und des Bundes, damit sie den roten Schweizer Pass bekommt.

Im Gegensatz zu ihren französischen Showbusiness-Kollegen erscheinen Turners Beweggründe einleuchtender. Die 73-Jährige lebt seit knapp 20 Jahren mit ihrem Freund, dem deutschen Erwin Bach, in der Schweiz.

"Ich bin sehr glücklich in der Schweiz und fühle mich hier zu Hause", zitiert die Boulevardzeitung Blick die mehrfache Grammy-Gewinnerin. Sie könne sich keinen besseren Ort zum Leben vorstellen.

Und während Gérard Depardieu darüber nachdenkt, sich ein ganzes Sammelsurium an Staatsbürgerschaften zuzulegen, gibt sich Turner wesentlich bescheidener. So soll ihre Sprecherin laut Blick angekündigt haben, die Sängerin wolle nach Erhalt des Schweizer Ausweisdokumentes ihren US-Pass zurückgeben.