Nagasaki Todesstrafe für Bürgermeister-Mord

Im April 2007 hatte der Täter den Bürgermeister von Nagasaki auf offener Straße erschossen. Mit Vorsatz, befand das Gericht, und verhängte die Todesstrafe.

Gut ein Jahr nach dem Mord am Bürgermeister von Nagasaki ist der Täter in Japan zum Tode verurteilt worden.

Nagasaki

Mord auf offener Straße: Bürgermeister Iccho Ito wurde am 17. April 2007 vor dem Hauptbahnhof von Nagasaki erschossen.

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Nach Ansicht des Gerichts habe der 60-Jährige seine Tat genau geplant und mit Vorsatz gehandelt, berichtete die Nachrichtenagentur Jiji Press am Montag unter Berufung auf den zuständigen Richter.

Der Täter habe Bürgermeister Iccho Ito töten wollen, weil er ihn und die Stadtverwaltung von Nagasaki für seine finanziellen Probleme verantwortlich machte.

Japan ist neben den USA das einzige demokratische Industrieland, das Todesurteile vollstreckt.

Ito war im April vergangenen Jahres in seinem Wahlkampfbüro in der Millionenmetropole Nagasaki erschossen worden. Sein Mörder gehört der mafia-ähnlichen Organisation Yamaguchi-gumi an, er hatte sich im Vorfeld der Tat mit der Stadtverwaltung über Ausgleichszahlungen für einen Verkehrsunfall gestritten.

Der Pazifist und Atomwaffengegner Ito hatte die südjapanische Hafenstadt seit 1995 regiert. Nach seiner Ermordung waren die ohnehin schon strengen Waffengesetze in Japan nochmals verschärft worden.