Ein mächtiges Erdbeben hat die indonesische Insel Sumatra erschüttert - und in mehreren Ländern Angst vor einem Tsunami ausgelöst.
Schwankende Hochhäuser in Jakarta, evakuierte Bürokomplexe in Singapur, alarmierte Touristen an den Stränden von Malaysia.
Erdbeben in Indonesien: Auch in Jakarta wurden mehrere Gebäude evakuiert. (© Foto: AP)
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Selbst im viel nördlicher gelegenen Thailand spürte man die zwei Erdstöße der Stärke 7,9 und 8,0 auf der Richterskala, die an diesem Mittwoch gegen 19 Uhr Ortszeit die Südwestküste der indonesischen Insel Sumatra erschüttert haben.
Das Epizentrum lag etwa 180 Kilometer von der Küste entfernt, vor der mit 1,5 Millionen Bewohnern recht dünn besiedelten Provinz Bengkulu, und 15 Kilometer unter der Wasseroberfläche. Indonesien gab schnell eine Tsunami-Warnung heraus.
Erinnerungen an 2004
Dem Beispiel folgten Malaysia, Thailand, die Andamanen, Sri Lanka, Indien. Bald stand der gesamte Raum des Indischen Ozeans unter Tsunami-Alarm. Erinnerungen an 2004 wurden wach, als ein ähnliches, jedoch noch stärkeres Erdbeben eine Tragödie von schier unfassbarem Ausmaß verursacht hatte.
Über Mobiltelefone wurde bekannt, dass einige Häuser in Padang und in Bengkulu City eingestürzt seien und dass die Menschen auf der Flucht ins Landesinnere seien. Augenzeugen berichteten von Toten und Verletzten. Drei Stunden nach den Beben schlugen etwas höhere Wellen als gewohnt gegen die Küsten. Der Fernsehsender Channel News Asia sprach von einem "kleinen Tsunami" bei Padang, und die indonesischen Behörden entwarnten.
Allein in den vergangenen zwölf Monaten bebte die Erde drei Mal mit Besorgnis erregender Stärke. Die ersten Bilder aus der Millionenstadt zeigten, wie die Geschäftsleute in aller Ruhe die Hochhäuser verließen und dann vor den Komplexen stehen blieben und sich unterhielten.
Das indonesische Fernsehen sendete bald wieder Spielfilme - nur die großen Nachrichtensender BBC und CNN, die man in der Region empfängt, strahlten da noch Sondersendungen mit dem "Breaking-News"-Signet aus.
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