Nach dem verheerenden Zyklon Sidr hat die Regierung jeden in Bangladesch gebeten, den Sturmopfern zu helfen. In den Katastrophengebieten fehlen Lebensmittel, Wasser und Medikamente. Mindestens zwei Kinder starben an Diarrhö.
Knapp eine Woche nach dem verheerenden Wirbelsturm Sidr sind in Bangladesch Kinder an Diarrhö gestorben. Die Zeitung Daily Star berichtete von zwei Todesfällen am Dienstag in dem besonders schwer heimgesuchten Bezirk Patuakhali.
Die Versorgung in den Katastrophengebieten deckt noch immer nicht den Bedarf, so Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. (© Foto: dpa)
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Ein UN-Sprecher sagte, Hilfsorganisationen und Vertreter der Vereinten Nationen bemühten sich derzeit in den von dem Wirbelsturm verwüsteten Gebieten um eine Aufstellung der Schadenshöhe und der benötigten Hilfe.
Sechs Tage nach dem Durchzug des Zyklons warten viele Überlebende noch immer auf Wasser, Lebensmittel und Notunterkünfte.
Der Chef der Übergangsregierung, Fakhruddin Ahmed, wandte sich am Dienstagabend in einem dramatischen Appell an die Bevölkerung. Im Fernsehen forderte er alle Bürger auf, sich an der Hilfe für die Sturmopfer zu beteiligen.
Beinahe jeder Betroffene habe benötigte Lebensmittel, Medikamente oder andere Hilfsgüter erhalten, teilten die Behörden am Mittwoch mit. Zuvor seien umgefallene Bäume von Straßen entfernt sowie Strom- und Telefonleitungen repariert worden.
Sidr, der Bangladesch am vergangenen Donnerstag heimsuchte, hat nach amtlichen Angaben mehr als 3100 Menschen in den Tod gerissen. Hilfsorganisationen befürchten, dass die Zahl der Opfer auf bis zu 10.000 steigen könnte.
Die Versorgung der betroffenen Gebiete decke immer noch nicht den Bedarf, sagten Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. "Sofort werden Lebensmittel, Kleidung und Unterkünfte für die Überlebenden benötigt", erklärte Louis-Georges Arsenault vom UN-Kinderhilfswerk Unicef.
Der Sturm hatte das südasiatische Land am vergangenen Donnerstag mit Windgeschwindigkeiten von 250 Kilometern in der Stunde erreicht. Offiziellen Angaben zufolge kamen fast 3500 Menschen ums Leben.
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(AP/Reuters/cag/gdo)
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