Vier Tage nach dem Wohnhausbrand berichten türkische Medien von einem anonymen Drohanruf. Eine Anschlagsdrohung gegen das Arbeitsamt hatte sich als übler Scherz erwiesen.

Türkische Medien berichteten am Donnerstag übereinstimmend, Verwandte der von dem Brand betroffenen Familie in Ludwigshafen hätten drei Tage vor dem Feuer einen anonymen Drohanruf erhalten. "Jetzt seid Ihr an der Reihe, wir werden Euch verbrennen", sagte der Deutsch sprechende Anrufer demnach.

Brand in Ludwigshafen; Reuters

Ein Rosenkranz hängt an einem Zaun vor dem Unglücksort. (© Foto: Reuters)

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Aus Angst habe die Familie, die den Anruf erhielt, ihr Wohnhaus abgesichert. Drei Tage später sei dann das Feuer in dem Mehrfamilienhaus ausgebrochen. Dazu sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, es werde geprüft, ob es Drohanrufe gegeben habe.

Eine Anschlagsdrohung gegen das Arbeitsamt in hatte sich indes als übler Scherz erwiesen. Die Ermittler sähen keinen Zusammenhang mit dem Wohnhausbrand vom Sonntag oder dem für den Nachmittag anstehenden Besuch des Unglücksorts vom türkischen Regierungschef Tayyip Erdogan.

Bei der anschließenden Durchsuchung mit Sprengstoff-Spürhunden sei aber nichts gefunden worden. Die Arbeitsagentur habe den Betrieb wieder aufgenommen.

Am Sonntag waren in Ludwigshafen bei einem Brand neun Menschen türkischer Herkunft ums Leben gekommen. Nach Auskunft der Mainzer Staatskanzlei wird auch der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck erneut nach Ludwigshafen fahren.

Bei dem Feuer in einem von türkischen Familien bewohnten Haus waren am Sonntag neun Menschen getötet worden, 60 Menschen wurden verletzt.

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(AP/Reuters/dpa/cag/gba)