Zwei Kindstötungen in zwei Jahren. Weil sie ihre neugeborenen Mädchen tötete, muss eine 28-Jährige aus Sachsen-Anhalt achteinhalb Jahre ins Gefängnis.

Das Landgericht Halle verurteilte die Mutter aus Großkugel in Sachsen-Anhalt am Montag wegen Totschlags. Die Staatsanwaltschaft hatte neun Jahre Haft, die Verteidigung sechs Jahre gefordert. Die Frau hatte die beiden Taten aus den Jahren 2007 und 2008 zugegeben.

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Absprache mit dem Anwalt: Vor dem Landgericht wurde eine Frau wegen doppelter Kindstötung verurteilt. (© Foto: ddp)

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"Dieser Fall ist etwas Besonderes. Die beiden Kinder hatten nicht mal die Chance, einen Tag zu leben, nicht mal einen Namen. Das ist das ganz Schlimme", sagte der Vorsitzende Richter, Jan Stengel, in seiner Urteilsbegründung.

Die Frau hatte zugegeben, eines der Mädchen im Oktober 2008 nach der Geburt in ihrer Wohnung erstickt und in der Waschmaschine versteckt zu haben. Sie gab außerdem zu, ein Jahr zuvor ein Mädchen nach der heimlichen Geburt erwürgt und im Nachbarort vergraben zu haben.

Die Frau hat einen zweieinhalbjährigen Jungen. Vater des Jungen ist der Lebensgefährte der Frau, der das tote Mädchen in der Waschmaschine gefunden hatte. Während der Ermittlungen nach diesem Fund hatte die Frau die Tat aus dem Jahr 2007 eingeräumt.

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(dpa/grc)