Eine Designerin in Australien hat die muslimische Variante des Bikini geschaffen: den Burkini. Endlich können auch gläubige Musliminnen korrekt bekleidet zum Strand.
Der Cogee Beach in Sydney ist kein Ort für Prüde. Hier, an einem der beliebtesten Strände der australischen Großstadt, zeigt man gerne, was man hat. Die Männer tragen hautenge Badehosen und die Frauen Bikinis - wenn überhaupt.
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Mecca Laalaa, 22, ist muslimische Rettungsschwimmerin am Strand in Cronulla. (© Foto: AFP)
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Oben ohne ist nicht nur akzeptiert, es ist die Norm an vielen australischen Stränden. Angesichts solcher Freizügigkeit erstaunt wenig, dass gläubige Musliminnen nicht gerade oft am Strand zu sehen sind.
Jetzt hat eine Frau aus Sydney Abhilfe für Musliminnen gefunden, die ins Wasser springen, aber nicht um ihre Würde bangen wollen: den "Burkini". Der Name ist eine Fusion von Bikini und der traditionellen islamischen Körperbedeckung Burka. Der Lycra-Anzug bedeckt den ganzen Körper, ohne beim Schwimmen zu behindern. Er hat einen "Hijihood", eine festsitzende Kopfbedeckung, die das Kopftuch, den Hijab ersetzt.
Aheda Zanetti ist die Frau, die hinter der Marke Ahiida steht, unter der die Kleidungsstücke vertrieben werden. Sie kam im Alter von vier Jahren nach Australien. "Muslim zu sein und gleichzeitig ein aktives Leben zu führen, war eine Herausforderung", so die 38-jährige Mutter von vier Kindern.
"Ich wurde durch kulturelle und religiöse Sitten und Bräuche eingeschränkt". Der Islam verlangt, dass sich Frauen sittsam kleiden. So habe sie die Notwendigkeit für "spezialisierte Sportbekleidung" gesehen.
Seit drei Jahren näht Zanetti ihre religiös korrekte Badekleidung. Von der australischen Regierung wird sie als Entrepreneurin gefeiert, die "Millionen Frauen rund um den Globus einen aktiven Lebensstil ermöglicht", so die Außenhandelskommission.
Ihr wohl größter Erfolg ist, dass der Burkini es Musliminnen erlaubt, in einen Bereich vorzudringen, der lange nur Männern vorbehalten war: Sie können Lebensretter werden. Jetzt hat sich im Surfclub Cronulla in Sydney die erste muslimische Australierin libanesischer Abstammung bei den "Life Savers" eingeschrieben.
Dass Mecca Laalaa, 22, in Cronulla zum Einsatz kommt, hat doppelten Symbolcharakter: Der Strand war Ende 2005 Ort der schwersten Rassenunruhen der jüngeren australischen Geschichte. Tausende weiße Australier machten Jagd auf Mitbürger libanesischer Abstammung, bevor es von deren Seite zu Racheaktionen kam.
"Es gibt keine bösen Menschen" – Gutachterin Hanna Ziegert entscheidet, ob Verbrecher im Gefängnis oder in der Psychiatrie landen. Ein Job-Porträt Jetzt lesen ...
(SZ vom 11.4.2007)
Unnütze Hygienemaßnahmen
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Die "Arbeitskleidung" australischer Surf Life Saver besteht, Männlein wie Weiblein, aus was auch immer Badehose oder Badeanzug und einem langärmligen, lichtdichten shirt in Signalgelb, und dazu einem Stoffhut mit breitem Rand. Anders wäre die durchschnittliche Zeit bis zum Hautkrebs einfach zu kurz.
Der Unterschied, da jetzt noch eine Mütze dranzunhähen und das shirt vielleicht etwas zu verlängern und das als Durchbruch zu feiern, ist ja wohl albern.
DD
@dschinny
Gott schütze uns lieber vor denen die zu den unsinnigen Kleidungsvorchriften auch noch Schmuck verbieten wollen. Den in den meisten islamischen Staat ist öffentlich sichtbarer Schmuck verboten, in vielen Ländern gibt es sogar Farbvorschriften (!) für die Kleidung.
Aus der Sicht des freien Westens natürlich undenkbar, in islamischens Staaten ganz normale gelebte Unterdrückung der Frau.
Haar und Hals als weiblicher "Schmuck" bedeckt, aber an Arm und Händen protzt das Gold. Allah schütze uns vor derart konsequenter Koranauslegung.
Das Ganze gibts auch für superreligiöse Christinnen aus den USA. Sieht so ähnlich aus, nur sind die Farben biederer.