Entsetzen in Leipzig: Der 18-Jährige, der die kleine Michelle ermordet haben soll, hat sich sein Opfer offenbar bewusst ausgesucht.
Nach der Festnahme von Michelles mutmaßlichen Mörder kommen immer neue Details ans Tageslicht: Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 18-jährigen Jungen aus der Nachbarschaft. Er besuchte sogar die gleiche Grundschule wie Michelle.
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Zur Erleichterung über die Festnahme kommt der Schock: Im August 2008 haben Mitschüler von Michelle vor die Grundschule Briefe gelegt. (© Foto: AP)
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"Etliche Lehrer kennen ihn. Das hat im Kollegium der Schule eine neue Betroffenheit ausgelöst", sagte der Sprecher der Bildungsagentur in Leipzig, Roman Schulz. Zudem soll der 18 Jahre alte Verdächtige im Rahmen seiner Ausbildung im Herbst 2007 ein Praktikum an der Schule absolviert haben.
Nach Angaben der Polizei hatte er sich Michelle gezielt als Opfer ausgesucht. Zur Erleichterung über die Festnahme komme an der Schule nun der Schock, dass der junge Mann aus dem direkten Umfeld stamme, sagte Schulz.
Unterdessen hat die Polizei in Leipzig die Wohnung des geständigen 18-Jährigen durchsucht. Die Spurensicherung untersuchte akribisch die Räume, die der junge Mann gemeinsam mit seiner Mutter bewohnte. "In einem Mordfall muss jedes Haar gesichtet werden", sagte ein Sprecher der Polizei.
Medienberichten zufolge hatte der Verdächtige Michelles Leiche in einer Kammer abgelegt, bevor er sie in einen Ententeich warf. Der Sprecher wollte dies nicht kommentieren.
Am Dienstag sollte außerdem die unterbrochene Vernehmung des jungen Mannes fortgesetzt werden. Der 18 Jahre alte Verdächtige hatte in einem Teilgeständnis zugegeben, Michelle am 18. August 2008 umgebracht zu haben. Zuvor soll er auch versucht haben, die Achtjährige sexuell zu missbrauchen.
Einem Sprecher zufolge soll es in der geplanten Vernehmung insbesondere um den genauen Hergang und das Motiv gehen. Die erste Vernehmung habe nicht alle Fragen klären können. Nach Polizeiangaben hatte der junge Mann versucht, das Kind sexuell zu missbrauchen. Als das Mädchen sich wehrte, tötete er sie. Tatort soll seine Wohnung gewesen sein.
Offiziell bestätigt wurde das bislang aber nicht. Auch zur Todesursache wurden keine Angaben gemacht. Zur Begründung hieß es, dies sei Täterwissen und wichtig für die Beweisführung vor Gericht. Zeitungsberichten zufolge wurde Michelle von ihrem Mörder erwürgt.
Der Fall Michelle hat eine der größten Fahndungsaktionen in Sachsen ausgelöst: Zuletzt hatte die Polizei in dem gesamten Stadtgebiet alle Männer aufgesucht, die nach Erkenntnissen von Profilern als Täter in Betracht kommen. Am Sonntag wollte die Polizei dem Beschuldigten einen Besuch abstatten und ihn um eine Speichelprobe bitten. Kurz vor dem angekündigten Besuch ging der 18-Jährige in Begleitung seiner Mutter aufs nächste Revier und stellte sich.
"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
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(dpa/AP/hai/gba)
Müll am Fluss
Warum wurden die Ermittlungen beim 6-jährigen Joseph aus Sebnitz
nicht mit der selben Intensität durchgeführt???
Ich werde ihn nie vergessen, auch nicht die Umstände, die zu seinem Tod führten.
Keine Zeugenaussagen, deshalb war es ein Unfall, stellte damals der Staatsanwalt fest.
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Leider muss ich mich noch mal....
...Er ging auf ihre (GRUND)Schule....
Eigentlich überraschend bei dem Altersunterschied - nicht wahr.Sehr Bemerkenswert!
Substanzlos! Das ist eine freundliche Umschreibung der Qualität und Informationskraft dieses Artikels.
Zitat:"Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 18-jährigen Jungen aus der Nachbarschaft."
Der MANN ist 18 und damit erwachsen. Wann hört man in diesem Land endlich auf hier mit zweierlei Maß zu messen?
Zitat:"Zur Erleichterung über die Festnahme komme an der Schule nun der Schock, dass der junge Mann aus dem direkten Umfeld stamme,.."
War das nicht zu erwarten? Kommen die Täter nicht fast immer aus dem "sozialen Umfeld"? Wäre es in irgendeiner Weise weniger schlimm wenn es sich um einen Verbrecher von auawärts handelt? Das war es doch, was der Polizei überhaupt geholfen hat, den Kerl zu kriegen.
Ich kann ja Verstehen, warum bei der SZ keiner Lust hat, seinen Namen unter so ein journalistisches Machwerk zu setzen. Aber warum druckt man den dpa/AP/hai/gba-M:st dann ab.
Paging